25.03.20

© Hubert Sallegger

Automatisierungstechnik ist in Europa unentbehrlich

Wir haben bei Hubert Sallegger, CEO der SALLEGGER TECHNOLOGIES GMBH & CO KG nachgefragt, welche Möglichkeiten und Herausforderungen die Automatisierungstechnik mit sich bringt.

Als modernes, innovatives Unternehmen und unabhängig arbeitender Dienstleister für die Maschinenbaukonstruktion ist das Unternehmen SALLEGGER TECHNOLOGIES GMBH & CO KG seit 25 Jahren erfolgreich am Markt der Ingenieurbüros tätig. Seit einem Jahr bieten wir auch Produktentwicklung und 3D-Druck in höchster Qualität für die Prototypenerzeugung und Serienfertigung an. Die jahrzehntelange Erfahrung in der Konstruktion ist die ideale Basis für das neue Geschäftsfeld, weiß CEO Hubert Sallegger. Die neueste HP-Jet-Fusion-3D-Technologie sorgt für Kunststoffbauteile in höchster Präzision und für maximale Kosteneffizienz.

Wo liegen Ihre Berührungspunkte mit der Automatisierungstechnik?

Hubert Sallegger: Wir entwickeln und konstruieren Automatisierungsanlagen in den Bereichen Automobilindustrie, Elektronikindustrie, Konsumgüterindustrie, Pharmaindustrie, Tabakindustrie, Maschinen- und Anlagenbau, Werkzeugmaschinen, Agrartechnik, Umwelttechnik und Verfahrenstechnik. Aufgrund unserer Schlagkraft können wir auch größte Projekte stemmen. Viele Kunden übergeben uns daher Projekte komplett, andere wiederum holen sich unser Know-how für einzelne Teilbereiche ihres Projektes.

Wie sehen Sie die Zukunft der Automatisierungstechnik?

Hubert Sallegger: Die Automatisierungstechnik macht menschliche Arbeitskräfte keineswegs überflüssig. Ganz im Gegenteil, sie kann dazu beitragen, Mitarbeiter durch ihren Einsatz in lohnenderen, verantwortungsvolleren Positionen zu binden. Studien zeigen, dass die Automatisierungstechnik und Digitalisierung mehr Jobs schafft als zerstört. Für Europa ist sie unentbehrlich.

Was ist das Besondere an Ihrem Unternehmen, wie heben Sie sich von der Konkurrenz ab?

Hubert Sallegger: Das umfangreiche Know-how über viele Branchen hinweg und das kompromisslose Streben nach höchster Qualität.

Wieso haben Sie sich dazu entschieden, Mitglied der Plattform Automatisierungstechnik zu werden? Was erwarten Sie sich davon?

Hubert Sallegger: Wir sind seit Anbeginn der Plattform mit dabei. Uns geht es vor allem um den Erfahrungsaustausch unter den Mitgliedern. Außerdem haben wir gemeinsam das Potenzial Großprojekte zu stemmen, wie es die Vergangenheit schon gezeigt hat.

© SALLEGGER TECHNOLOGIES GMBH & CO KG

INFO-BOX

Gründungsjahr: 1994

Anzahl Mitarbeiter: 35

Unternehmensschwerpunkte:

  • Entwicklung, Konstruktion und FEM-Simulation im Maschinenbau.
  • Neue: Produktentwicklung und Reverse Engineering in Zusammenhang mit „Additive Manufacturing“

Standorte:

  • Jahnstraße 30b in 8280 Fürstenfeld
  • St. Kind 56 in 8313 Riegersburg
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04.03.20

© Stadlmann TEC GmbH

Stadlmann TEC GmbH: „living engineering – we drive development“

Das Unternehmen Stadlmann TEC begleitet seine Kunden und Partner vom Konzept bis zur Inbetriebnahme der eigenen Anlage. Im Vordergrund stehen individuelle Gesamtlösungen, ganz egal aus welcher Branche der Kunde kommt. Dafür stehen drei technische Abteilungen bereit, die im Rahmen der Konstruktion und Mechanik, der Elektroplanung sowie der Automatisierungstechnik die Vorstellungen unserer Kunden durch eigene Expertise und Innovationskraft verwirklichen.

Wo liegen Ihre Berührungspunkte mit der Automatisierungstechnik?

Egal ob Industrieanlagen, Roboter, Fertigungslinien, bildverarbeitende Systeme oder Prüfstände, alle unsere Lösungen haben einen gewissen Grad an Automatisierung. Dabei setzen wir vor allem auf Speicherprogrammierbare Steuerungen aus dem Hause Siemens, B&R und Beckhoff sowie neben den üblichen objektorientierten Sprachen (C, C++, C# und Python) auf die grafische Programmiersprache LabVIEW von National Instruments. 

Wie sehen Sie die Zukunft der Automatisierungstechnik?

In Zukunft wird es noch wichtiger, Anlagen und Prozesse miteinander vernetzen zu können sowie die daraus generierten Daten zur Optimierung der eigenen Betriebs- und Produktionsabläufe zu nutzen. Mit echtzeitfähigen Anwendungen für den Industriebereich oder aber auch durch den Einsatz Künstlicher Intelligenz ist dies jetzt schon möglich. Auch wir bei Stadlmann TEC haben uns bereits diesem Thema angenommen und können im Bereich Artificial Intelligence auf einen schlagkräftigen Partner aus Forschung und Entwicklung setzen.

Was ist das Besondere an Ihrem Unternehmen, wie heben Sie sich von der Konkurrenz ab?

Ob Sonderlösungen oder etabliertes System, ob KMU oder Großunternehmen, in der Entwicklung sowie Projektabwicklung bieten wir ganzheitliche Lösungen aus einer Hand. Egal ob es bereits genaue Vorstellungen gibt oder nur eine Idee vorhanden ist - wir unterstützen vom Konzept bis zur Inbetriebnahme. Hierbei spezialisieren wir uns nicht auf eine bestimmte Branche, sondern bieten unseren Kunden und Partnern Individuallösungen an, ganz gleich ob es sich um ein Arbeitspaket, ein Modul oder eine Gesamtentwicklung handelt. Ebenso unterstützen und begleiten wir speziell in Entwicklungsprojekten den Übergang von Alpha-Prototypen in die Serie.

Zusätzlich sind wir aktiver Alliance Partner von National Instruments. Die Hard- und Software von NI wird bei uns hauptsächlich für Prüfstande im Bereich Automotive, Halbleiter und Batterien eingesetzt. Zusätzlich können unsere Techniker eigene Zertifizierungen von National Instruments vorweisen.

Wieso haben Sie sich dazu entschieden, Mitglied der Plattform Automatisierungstechnik zu werden? Was erwarten Sie sich davon?

Wir möchten uns stärker vernetzen, um langfristig Partner für gemeinsame Projekte zu finden sowie Wissen und Erfahrungen mit den Kollegen aus der Branche auszutauschen. Wir freuen uns schon jetzt auf interessante und spannende Gespräche!

Fact Box:

Gründungsjahr: 2010

Anzahl Mitarbeiter: 143

Unternehmensschwerpunkte: Automatisierungstechnik, Prototypenentwicklung, Prüfstandsentwicklung und -automatisierung (Testing), Elektrotechnik und -planung, Hardware- und Softwareentwicklung, Industrielle Bildverarbeitung (Computer Vision), Maschinenbau

Standorte: Graz (Hauptquartier), Steyr und München

Ansprechpartner:

Christoph Lang, MSc

Email: christoph.lang@stadlmann-tec.at

Mobile: +43 (0) 660 90 12 900

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04.02.20

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Neues vom BREXIT

Aktuelle Informationen der WKÖ-EU-Abteilung: Seit 1. Februar 2020 gilt das Austrittsabkommen und folgendes Regime.

  • Übergangsphase bis mindestens Ende 2020 (verlängerbar bis max. Ende 2022): UK wird für mindestens elf Monate de facto weiter wie ein EU-Mitglied behandelt, d. h. Verbleib in Binnenmarkt/Zollunion, EU-Gesetze und EuGH Judikatur anwendbar, Zahlungen an Brüssel laufen weiter.
  • Aufenthaltsstatus für betroffene Bürger ist geregelt (betrifft insgesamt 4,4 Millionen Bürger)
  • Finanzielle Abwicklung ist geregelt (UK muss ca. 45 Mrd. Euro zahlen)
  • UK hat in EU Institutionen aber kein Stimmrecht mehr (Exkurs ordentliches Gesetzgebungsverfahren ohne UK siehe unten)

Lösung Nordirland/Irland:

  • Auf Dauer ausgelegt ab Ende der Übergangsphase
  • NI bildet Zollgebiet mit UK, verlässt offiziell EU-Zollunion
  • De facto verbleibt NI in Zollunion und Binnenmarkt: Keine Kontrollenzwischen I+NI
  • Sämtliche Kontrollen (Zoll, Marktkonformität, SPS) an irischen Außengrenze zw. UK+NI
  • NI unterliegt für Waren EU-Regeln, d. h. man geht davon aus, dass sämtliche in NI ankommenden Waren in der EU (=Irland) landen können. Ausnahme: Endkonsum in NI
  • Zustimmung von NI Parlament nach 4 Jahren notwendig
  • Zollexperten sehen Lösung kritisch bzw. praxisuntauglich (Schmuggel möglich?)

Künftiges Verhältnis:

  • Verhandlungen zum künftigen Abkommen starten unmittelbar nach dem Austritt. Zuständig ist die Task Force UK unter der Leitung von Michel Barnier, die im Generalsekretariat der Europäischen Kommission angesiedelt ist.
  • Es besteht der politische Wille für eine umfassende Wirtschafts-und Sicherheitspartnerschaft (keine Zölle und mengenmäßige Beschränkungen,level-playing field, non-regression-Klausel für Beihilfenrecht, Wettbewerbsrecht, soziale und Umweltstandards und Klimapolitik).

Exkurs ordentliches Gesetzgebungsverfahren nach dem Brexit:

Im ordentlichen Gesetzgebungsverfahren gilt auch ohne UK weiterdie doppelte Mehrheit im Ministerrat: 55 Prozent der Mitgliedstaaten die 65 Prozent der Bevölkerung ausmachen, müssen zustimmen. Ohne UK sind das künftig mindestens 15 Mitgliedstaaten. Die Sperrminorität haben weiter vier Mitgliedstaaten, die zusammen mehr als 35 Prozent der EU-Bevölkerung vertreten. Daraus ergibt sich nach dem Brexit eine neue balance of power: Ohne Allianz mit UK wird es z. B. Deutschland viel schwieriger gelingen, eine Sperrminorität zu erreichen. Große Mitgliedstaaten wie Frankreich könnten sich in Allianz mit südlichen Mitgliedstaaten leichter durchsetzen. Anbei die aktuellen Bevölkerungsprozentsätze, die ab 1. Jänner 2020 gelten (mit und ohne UK).

Im EP wird nach dem Brexit die Gesamtzahl der Abgeordneten von heute 751 auf 705 Abgeordnete reduziert. Eine qualifizierte Mehrheit würde mit 353 von 705 Stimmen erreicht werden. Österreich erhält ab dem Brexit einen zusätzlichen Abgeordneten. Das zusätzliche Mandat würde in dieser Legislaturperiode den Grünen zufallen, und zwar Thomas Waitz.

Weitere Informationen unter wko.at/brexit!

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03.02.20

© BERNHARD BERGMANN

Zukunftskonferenz zum Thema „Produktion“

Am 11. März 2020 geht die 10. Zukunftskonferenz der JOANNEUM RESEARCH über die Bühne. Der Themenschwerpunkt dreht sich dieses Jahr um "Produktion".

Die Zukunftskonferenz bietet Kunden, Partnern und Stakeholdern nicht nur einen Überblick über die Forschungstätigkeit des Unternehmens, sondern auch über die Umsetzung von Innovation. Heuer steht der Schwerpunkt "Produktion" sowie die Präsentation von Forschungsleistungen, die Produktion zukunftsfähig zu machen, auf dem Programm.  Wir haben bei Geschäftsführer Univ.-Prof. DI Dr. tech. Wolfgang Pribyl nachgefragt, was Sie bei dieser Konferenz erwarten dürfen.

Was ist das Ziel dieser Veranstaltung?

Wolfgang Pribyl: Die Zahl der Konferenzteilnehmerinnen und -teilnehmer steigt jedes Jahr, was uns darin bestärkt, auf dem richtigen Weg zu sein. Ziel der Zukunftskonferenz ist es, den Dialog zwischen uns und unseren Partnern zu stärken und die Diskussionsergebnisse für beide Seiten gewinnbringend umzusetzen. Es freut uns immer besonders, wenn aus diesen Diskussionen Ideen für neue Projekte entstehen und sich so die Zahl unserer Partner und Kunden weiter vergrößert. Natürlich ist es uns auch sehr wichtig zu zeigen, dass wir im Bereich der angewandten Forschung ganz vorn dabei und nah an Wirtschaft und Industrie sind und eine Projektkooperation mit uns häufig zu einem deutlichen Wettbewerbsvorteil führt.  

Welche Herausforderung gab es bei den Vorbereitungen?

Wolfgang Pribyl: Nach der Festlegung des Jahresthemas ist es immer interessant und herausfordernd, hochkarätige Hauptvortragende für die Veranstaltung zu gewinnen, die ihre Visionen und Erfahrungen weitergeben. Bis jetzt ist uns das aber noch jedes Mal sehr gut gelungen. Heuer werden Jürgen Tiedje, Head of Unit "Sustainable Industry Systems", Directorate General for Research and Innovation of the European Commission und Univ.-Prof. Mag. Dr. Thomas Krautzer, Institut für Wirtschafts-, Sozial- und Unternehmensgeschichte der Karl-Franzens-Universität Graz, die Keynotes halten.

Was ist Ihr persönliches Highlight der Veranstaltung?

Wolfgang Pribyl: Ich freue mich immer sehr auf den Wettbewerb der "besten Projekte" unserer Forscherinnen und Forscher, die in kürzester Zeit den wesentlichen Inhalt darstellen müssen. Diese Kurzvorträge spiegeln die enorme Bandbreite unserer Expertise wider. Im Weg einer Abstimmung der Konferenzteilnehmer erfolgt dann die Selektion der jeweils besten Projekte und ihre Prämierung. Und es begeistert mich, wenn sich Vertreterinnen und Vertreter aus Wissenschaft und Forschung sowie Wirtschaft und Industrie, Studierende, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter vernetzen und neue Ideen geboren werden. 

Was wünschen Sie sich für die Besucher am 11. März 2020?

Wolfgang Pribyl: Ich wünsche mir, dass sich alle, die an der Konferenz teilnehmen, ein Stück JOANNEUM RESEARCH mitnehmen, von unserer Innovationskraft profitieren, und vielleicht mit der Idee eines gemeinsamen Projekts zu uns zurückkommen.

#zuko – Wann ist die Veranstaltung für Sie ein besonderer Erfolg?

Wolfgang Pribyl: Wenn viele neue Ideen und Projekte gemeinsam mit unseren Kunden und Partnern entstehen und somit die Forschung Früchte trägt. 

Hier geht's zu den Details der Veranstaltung!

Top aktuell:

JOANNEUM RESEARCH für die flexibelsten Arbeitszeitmodelle ausgezeichnet

Nach einer Erhebung des market Instituts hat die JOANNEUM RESEARCH die modernsten und flexibelsten Arbeitsmodelle in der Steiermark. Die Preisverleihung fand in den Räumlichkeiten der Energie Steiermark statt.

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03.12.19

© KML Vision GmbH

IKOSA®: KI-basierte Bildanalyse Plattform

Das Grazer Deep-Tech Unternehmen KML Vision GmbH veröffentlichte ein entscheidendes Update ihrer auf künstlicher Intelligenz basierten Bildanalyse-Plattform IKOSA®.

Zu Beginn des Jahres präsentierte die KML Vision GmbH die erste Version ihrer Plattform IKOSA®. Die hochskalierbare und flexibel adaptierbare Plattform bietet Firmen und Institutionen modernes Bilddatenmanagement, um die immer größer werdenden Datenmengen bestmöglich zu nutzen. Jetzt haben sie ein Update veröffentlicht, mit dem nun auch die ersten KI-basierten Anwendungen für die automatische Analyse von Bildern zur Verfügung gestellt werden, um Anwender bei mühseligen und zeitintensiven Auswertungen zu unterstützen und hochgenaue sowie reproduzierbare Ergebnisse zu erhalten.

Die ersten Anwendungen umfassen Analysen für Bilder aus dem Bereich der Charakterisierung von Gefäß- bzw. Pilzwachstum. Neue, kundenspezifische Module können schnell und einfach entwickelt und in das anwenderfreundliche entscheidungsunterstützende System integriert werden. Die Plattform IKOSA® kann sowohl online genutzt, für eine Vorort-Verwendung lizenziert oder in bestehende Softwarelösungen integriert werden.

Nähere Informationen zum Unternehmen finden Sie hier: https://www.kmlvision.com/

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03.12.19

© Adobe Stock, Andrey Popov

Steuersprechtage im Jänner und Februar 2020

In den Monaten Jänner und Februar 2020 werden an folgenden Tagen Steuersprechtage in den Regionalstellen abgehalten:

Jänner:
09.01.2020 (vormittags) Leoben
09.01.2020 (nachmittags) Bruck - Mürzzuschlag
10.01.2020 Südoststeiermark
30.01.2020 (vormittags) Weiz
30.01.2020 (nachmittags) Hartberg - Fürstenfeld

Februar:
06.02.2020 (vormittags) Leoben
06.02.2020 (nachmittags) Bruck - Mürzzuschlag
14.02.2020 Südoststeiermark
27.02.2020 (vormittags) Weiz
27.02.2020 (nachmittags) Hartberg - Fürstenfeld

Da die Sprechtage nur bei Bedarf abgehalten werden, wird um entsprechende Voranmeldung in der jeweiligen Regionalstelle gebeten.

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03.12.19

© SFG/SCHIFFER

„Grüne Brauerei“ im Fokus der steirischen Maschinen- und Anlagenbauer

Die "Grüne Brauerei Göss" ist die weltweit erste zu 100 Prozent nachhaltige Großbrauerei. Was es dazu brauchte, eine solche Vision umzusetzen und welche Unternehmen hier zur Realisation beigetragen haben, das erklärten Experten beim Lokalaugenschein in Leoben – im Rahmen der Veranstaltungsreihe "Maschinen- und Anlagenbau im Fokus".

Nicht nur das Etikett ist hier (traditionell) grün, auch die Art und Weise, wie hier gebraut wird: Das stellte die "Grüne Brauerei Göss" in Leoben am vergangenen Mittwoch im Zuge der Veranstaltungsreihe "Maschinen- und Anlagenbau im Fokus" vor rund 100 teilnehmenden UnternehmerInnen eindrucksvoll unter Beweis. "Ich bin kein Klimaschützer, der auf die Straße geht, aber es ist wichtig, dass etwas getan wird", erklärt Oberbraumeister Andreas Werner. "Rund acht Millionen Euro wurden in das Projekt investiert." Essentieller Faktor zur Verkleinerung des CO2-Fußabdruckes war neben konsequenter Steigerung der Energieeffizienz die Kombination verschiedener Energiequellen (Fernwärme, Solarthermie und Biogas) mit unterschiedlichen Energieniveaus. "Die Amortisationszeit liegt bei diesem Projekt bei nicht ganz zehn Jahren", ergänzt Christoph Brunner von AEE INTEC – die als Forschungszentrum mit Fokus auf Energieeffizienz und erneuerbare Energien die Brauerei auf Herz und Nieren prüfte, Daten sammelte und Lösungen erarbeitete.

"Es braucht auch Mut für ein solches Projekt“, unterstreicht Markus Dielacher von BDI – BioEnergy International, "und diesen Mut haben der Oberbraumeister und seine Partner mitgebracht. In Zeiten, in denen wir von Greta Thunberg zur Nachhaltigkeit ermahnt werden müssen, sind die Beteiligten umso stolzer, ein solches Projekt bereits umgesetzt zu haben."

Die Veranstaltung war die 9. Auflage der Serie Maschinen- und Anlagenbau im Fokus, veranstaltet von AT STYRIA, der FH CAMPUS 02 und der Steirischen Wirtschaftsförderungsgesellschaft (SFG).

Hier geht's zum Video.

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03.12.19

© Adobe Stock, tawatchai1990

Wirtschaftsreise nach Tokio und Seoul

Die Steirer öffnen sich Türen in den fernen Osten und nutzen neue Chancen.

Seit 150 Jahren ist das Freihandelsabkommen mit Japan aufrecht. Seit diesem Abkommen konnte ein Plus von über zehn Prozent an Ausfuhren nach Japan verzeichnet werden. Jetzt bietet es neue Chancen, die sich die Plattform Automatisierungstechnik nicht entgehen lassen will. Daher wurde seitens des ISG - eine Initiative des Silicon Alps Clusters und der Plattform Automatisierungstechnik - eine große Delegation auf die Beine gestellt. 54 Vertreter aus Politik und Wirtschaft machten sich auf eine Delegationsreise in den fernen Osten. Auf dem Plan stand Japans Metropole Tokio gefolgt von Seoul in Südkorea. Da Innovation und Fortschritt in Seoul großgeschrieben wird, wird auch dieser Markt für Österreich immer wichtiger.

Lesen Sie mehr über die Delegationsreise nach Tokio und Seoul.

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03.12.19

© WKO Steiermark

Industrie 4.0 – Lehrlingsteams meistern die Digitalisierung

Die steirische Industrie startete ihre Lehrlingsoffensive 2019/2020 mit der Industrie 4.0 Challenge. 32 Lehrlinge aus zehn Industriebetrieben zeigten am 20. und 21. November in Graz, wie gut sie mit der Digitalisierung umgehen können. Ziel war es, gemeinsam eine funktionsfähige digitale Fabrik zu bauen – im Mittelpunkt stand die Verlinkung von traditionellen Fähigkeiten mit neuen, digitalen Skills.

Bei der Industrie 4.0. Challenge stellten die Industrielehrlinge ihre Fähigkeiten unter Beweis. Sie lösten in Teams zwei Tage lang gemeinsam Aufgaben. Die Lösungen wurden beim Finale in einer digitalen Fabrik zusammengefügt. Wenn alles richtig gezeichnet, gedreht, gebogen, verdrahtet und programmiert wurde, entstand eine voll funktionsfähige 4.0-Fabrik.

Die Plattform Automatisierungstechnik ist stolz darauf, dass die ersten beiden Plätze an Mitglieder der Plattform gingen. Gratulieren möchte die Plattform ganz besonders der Knapp AG zum sensationellen ersten Platz sowie der Andritz AG zum hervorragenden zweiten Platz. Das zeigt das Potenzial der zukünftigen Fachkräfte aus dem Bereich der Automatisierungstechnik.

Hier können Sie den gesamten Nachbericht der Lehrlingschallenge nachlesen.

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05.11.19

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30 Jahre PIA Automation Austria – eine steirische Erfolgsgeschichte

1989 wurde die PIA Automation Austria – damals unter dem Namen M&R Automation – mit 4 Mitarbeitern gegründet. Drei Jahrzehnte später hat sich die Belegschaft verhundertfacht und der Sondermaschinenbauer zählt zu den globalen Top-Adressen für Powertrain-Produktionssysteme. Ein guter Grund für das PIA-Management, sich mit einem Fest bei den Menschen zu bedanken, die wesentlich an dieser Entwicklung beteiligt waren: den Mitarbeitern.


Die Entwicklung und der Vertrieb eines Prozessleitsystems. Das war das Geschäftsziel der 1989 gegründeten M&R Automation. Bereits 5 Jahre später kamen die Planung und Fertigung von Produktions- und Montageanlagen dazu. Im Jahr 1998 wurde nicht nur das neue Firmengebäude in Grambach bezogen; in diesem Jahr wurde zum ersten Mal ein Powertrain-Projekt umgesetzt. Dieses Projekt – und der Einstieg in das Zukunftsthema E-Mobility im Jahr 2008 – sollte der Startschuss für eine bemerkenswerte Entwicklung sein. Zahlreiche Technologieentwicklungen im Antriebsstrang basieren auf automatisierten Verfahren, die bei PIA Austria entwickelt und immer weiter ausgereift wurden. In Europa und Nordamerika zählt PIA mittlerweile zu den Marktführern bei der Herstellung von Produktionsanlagen für Antriebsstrangkomponenten. Daher ist der steirische Standort mit seinen über 400 Mitarbeitern das globale Powertrain-Kompetenzzentrum der gesamten PIA Gruppe. Sowohl bei führenden Automobilzulieferern wie AAM, Magna und ZF als auch bei Fahrzeugherstellern wie Daimler, BMW und Volkswagen wird das Powertrain-Production-System von PIA bereits seit vielen Jahren erfolgreich eingesetzt.


PIA Austria ist aber mehr als Powertrain und E-Mobility. Für den Themenkomplex Industrie 4.0 hat PIA bereits vor einigen Jahren eine R&D-Abteilung in Grambach aufgebaut, die sich ausschließlich mit der Entwicklung von I4.0 Gesamtlösungen beschäftigt. Ganz nach dem Motto „Making big data smart!“ arbeitet ein interdisziplinäres Team aus Softwareentwicklern, Maschinenbauern und Mathematikern an intelligenten Produkten und Lösungen. PIA macht sich dabei Produktionsdaten für verschiedene Auswertungen zu Nutze. Auf Basis historischer Informationen und unter Verwendung prädiktiver Methoden können zukünftige Zustände antizipiert werden. Mit I4.0 Lösungen stellt PIA seinen Kunden die Technologie für wesentliche Produktivitätssteigerungen bereit und verhilft zur Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit in den dynamisch vernetzten Märkten der Zukunft.


Die beeindruckende Entwicklung der PIA Austria in den letzten 30 Jahren wurde am 27. September im Rahmen eines Jubiläumsfests gemeinsam mit der Belegschaft – der wichtigsten Säule und Erfolgsgarant des Unternehmens – sowie langjährigen Geschäftspartnern und Wegbegleitern gefeiert. Die Bedeutung der PIA Austria für den Standort Steiermark, unterstrich der Ehrengast der Jubiläumsfeier, die steirische Wirtschaftslandesrätin Barbara Eibinger-Miedl. Gemeinsam mit dem Vorstandsvorsitzenden der PIA Holding, Johannes Linden, und den beiden PIA Austria Geschäftsführern, Nikolaus Szlavik und Norbert Kahr, eröffnete sie das Mitarbeiterfest. Ein Fest, dass das Miteinander stärkt; denn wo Gemeinschaft herrscht, da herrscht auch Erfolg – wie PIA Austria seit 30 Jahren eindrucksvoll unter Beweis stellt.

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