29.07.20

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Veranstaltung grenzüberschreitender Personaleinsatz

Grenzüberschreitender Personaleinsatz ist für viele Unternehmen wesentlich, um international erfolgreich sein zu können. Aus diesem Grund haben die AT STYRIA gemeinsam mit  der ICS Export Academy und den Steuerberatungsexperten von People Advisory Services der Ernst & Young Steuerberatungsgesellschaft m.b.H.  eine Veranstaltung organisiert, bei der Spezialfragen zur Mitarbeiterentsendung behandelt werden.

Unter anderen werden folgende Inhalte besprochen:

  • Einkommensteuer/Lohnsteuer
  • Sozialversicherungsrecht: EU / Vertragsstaaten / Drittstaaten
  • Fremdenrecht: Aufenthalts- und Beschäftigungsbewilligungen
  • Meldeformalitäten EU

Mitglieder der AT STYRIA Plattform Automatisierungstechnik haben die Möglichkeit, die Veranstaltung zu einer um 50% ermäßigten Teilnahmegebühr zu besuchen.

Details zur Anmeldung und zur Veranstaltung finden Sie hier.

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28.07.20

© DEWESOFT GmbH

Dewesoft ist Spezialist für Forschung und Entwicklung

Das Unternehmen Dewesoft wurde ursprünglich als reine Softwareentwicklungsfirma für Messdatenerfassung und Verarbeitung im Jahr 2000 gegründet. Die Softwarelösungen des steirischen Unternehmens sind heute weltweit im Einsatz. Die Firma beliefert Forschungseinrichtungen in der Automobilindustrie, Luft und Raumfahrt, Energieversorgung sowie Industrie und Ausbildung mit Messsystemen und Analysewerkzeugen. Mit ca. 300 Mitarbeitern an 17 Standorten weltweit zählt das Unternehmen zu den Spezialisten für Forschung und Entwicklung.

Wo liegen Ihre Berührungspunkte mit der Automatisierungstechnik?

Hoch spezialisierte Messwerkzeuge kommen im Zuge der Digitalisierung auch immer häufiger in automatisierten Produktionsprozessen und in der Prüftechnik zum Einsatz. Hierbei werden die Datenströme über standardisierte Schnittstellen ausgetauscht. Wir erhalten zunehmend viele Anfragen aus dem Bereich der Automatisierungstechnik.

Wie sehen Sie die Zukunft der Automatisierungstechnik?

Die Automatisierungstechnik ist ein stark wachsender Bereich mit vielen neuen Aufgaben und Anwendungen und hat somit große Bedeutung und glänzende Zukunftsaussichten. Es ist schön und wichtig, dass wir im Campus 02 ein so starkes Kompetenzzentrum für Automatisierungstechnik haben!

Was ist das Besondere an Ihrem Unternehmen, wie heben Sie sich von der Konkurrenz ab?

Die Firma Dewesoft zählt zu den Top 10 Firmen weltweit, die sich auf Datenerfassung und Analyse für Forschung und Entwicklung spezialisiert haben

Welches Ihrer Projekte/Produkte sticht für Sie besonders hervor?

Wir haben maßgeblichen Anteil bei der Entwicklung von Fahrerassistenzsystemen, Elektromobilität, alternative Energien und im Bereich der Raumfahrt (SpaceX, NASA...)

Wieso haben Sie sich dazu entschieden, Mitglied der Plattform Automatisierungstechnik zu werden? Was erwarten Sie sich davon?

Wir sehen die Automatisierungstechnik als Kompetenzzentrum mit viel Know How von dem wir letzten Endes auch profitieren können.

Fact Box:

Gründungsjahr:  2000

Anzahl Mitarbeiter: 300+

Unternehmensschwerpunkte: Messdatenerfassung und Analyse

Standorte: Österreich, Deutschland, Slowenien, Frankreich, UK, Italien, Dänemark, Schweden, Russland, China, Hongkong, Indien, Südkorea, Japan, USA, Mexiko, Brasilien

Kontaktdaten und Informationen zu unserem Mitglied DEWESOFT GmbH

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28.07.20

© Foto Melbinger/Campus 02

FH Campus 02 entwickelt „automatisierten Barkeeper“

Das weststeirische Unternehmen Limonade Brantl ist seit 100 Jahren auf dem Getränkemarkt tätig und suchte eine Möglichkeit, in anderen Firmen ihre Produkte zu verkaufen, ohne enorme Investitionen in Getränkeautomaten tätigen zu müssen.

An der FH Campus 02 in Graz wurde dann in einem Forschungsprojekt die Lösung - ein preisgünstiger Kühlschrank mit einem "smarten" Aufpasser - entwickelt. Professor Udo Traussnigg, Studiengangsleiter für Automatisierungstechnik an der Fachhochschule Campus 02 und Studien- und Projektassistent Paul Färber leiteten das Projekt, das durch den Forschungsfonds FFG unterstützt wurde.

Das Prinzip

Jeder Kunde muss sich vorher anmelden und eine Lastschrift am Konto erlauben. Mit einer kontaktlosen Chipkarte identifiziert sich der Kunde beim Kühlschrank. Dieser öffnet sich dann, der Kunde kann Flaschen entnehmen. Der smarte Schrank registriert über eine Waage, wie viele Getränkeflaschen entnommen wurden.

Kühlschrank meldet sich selbst bei Firma Brantl

Der Getränkehersteller Brantl rechnet per Abbuchung direkt mit dem Kunden ab. Die Firma, wo der Kühlschrank aufgestellt ist, braucht sich nicht um die Abrechnung zu kümmern. Der Kühlschrank selbst meldet sich außerdem bei Firma Brantl, wenn er neu befüllt werden muss.

Die Vorteile

Eine teure Bankomat-Anbindung ist nicht notwendig, Münzen oder Banknoten müssen nicht überprüft werden, auch Wechselgeld ist keines nötig.

Lesen Sie hier den Bericht in der Kleinen Zeitung

Zu unserem Mitglied FH Campus 02

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28.07.20

© Adobe Stock

Jobs und Lehrstellen anbieten

Im Sommer können wertvolle Berufserfahrung und erste Praxiseinblicke gesammelt werden. Schüler, Studierende und auch Absolventen der neunten Schulstufe nutzen häufig diese Chance.

Wir, als Plattform Automatisierungstechnik Steiermark, stehen steiermarkweit mit einer Vielzahl von Bildungseinrichtungen, wie beispielsweise der Höheren Technischen Bildungs- und Lehranstalten sowie facheinschlägigen Instituten und Studiengängen an Universitäten und Fachhochschulen, direkt in Verbindung, die den Nachwuchs in unserer Branche Automatisierungstechnik fördern und fordern.

Die Auswirkungen betreffend des Ausbruchs von CO'VID-19 sind bei dieser sensiblen Thematik, der Suche von geeignetem Fachpersonal und Nachwuchstalenten, noch deutlicher spürbar.

Wir möchten unsere Mitglieder bei der Suche nach engagierten Bewerbern zusätzlich unterstützen und deren Reichweite bei ausgeschriebenen Lehrstellen, sowie Praktika gezielt erhöhen. Die Mitglieder der Plattform Automatisierungstechnik Steiermark haben aus diesem Grund die Möglichkeit Ihre Stellenausschreibungen zusätzlich auf unserer Website at-styria.at bei Ihrem Unternehmensprofil zu veröffentlichen.

Jobs anbieten - Lehrling finden

Unser Mitglied BT-Anlagenbau GmbH & Co.KG hat dieses Angebot schon genutzt.

BT-Anlagenbau GmbH & Co.KG sucht

  • einen Lehrling (m/w) für Gas-, Wasser- und Heizungsinstallation
  • Lehrling (m/w) für Elektrotechnik mit Hauptmodul Automatisierungs- und Prozessleittechnik

Erfahren Sie hier mehr zu den ausgeschriebenen Lehrstellen.

Bei allfälligen Fragen und Anregungen zur Umsetzung auf der Website oder auch sonst stehen wir Ihnen immer gerne zur Verfügung.

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15.07.20

© Land Steiermark/Foto Fischer

Ehrenzeichen für „Mister Siemens“

KommR DI Gerhard Geisswinkler kann nicht nur auf ein erfolgreiches Berufsleben zurückblicken, er hat sich stets auch für die vielschichtige Netzwerkarbeit eingesetzt. Gerhard Geisswinkler hatte schon während seines Studiums in Graz die Chance, als Ferialpraktikant bei Siemens das Unternehmen kennenzulernen. Er sammelte dann wertvolle Erfahrungen als Produktmanager bei Siemens in Erlangen. Nach acht Jahren bot sich die Möglichkeit, wieder nach Graz zurückzukommen. Es folgte eine intensive und spannende Zeit in Graz. Schließlich übernahm Gerhard Geisswinkler die Gesamtleitung der Niederlassung in Graz und vor zehn Jahren auch die Leitung in Klagenfurt. Wir haben unser langjähriges Vorstandsmitglied zum Interview gebeten.

Wenn Sie auf Ihre berufliche Laufbahn zurückblicken, was waren für Sie persönlich besonders herausragende Momente?

Gerhard Geisswinkler: Nach 40 Jahren Firmenzugehörigkeit die besonderen Momente herauszufiltern ist nicht ganz einfach. Ich denke, die besonderen Momente waren meist damit verbunden, für andere einen Mehrwert zu schaffen - mit kreativen Ideen, neuen Lösungsansätzen und mit innovativen Produkten. Und natürlich erinnere ich mich an die vielen geschäftlichen Erfolge, strategisch wichtige oder den einen oder anderen Großauftrag.

Welche Bedeutung hat das Große Ehrenzeichen für Sie?

Gerhard Geisswinkler: Die Verleihung des Großen Ehrenzeichens des Landes Steiermark ist für mich schon etwas ganz besonderes, da ich damit die Wertschätzung für ein erfolgreiches und erfülltes Berufsleben in einem Leitbetrieb der Steiermark und für meine vielschichtige Netzwerkarbeit verbinde.

Was stand auf Ihrer persönlichen Prioritätenliste immer ganz weit oben?

Gerhard Geisswinkler: Wichtig war mir immer, auf Vertrauensbasis und auf gleicher Augenhöhe mit externen Geschäftspartnern den Umgang zu pflegen, wie auch intern mit einem loyalen Team zu arbeiten. Wichtig war mir auch, fit im und für den Job zu bleiben. Weiterbildungen in puncto Social Skills und Management standen weit oben auf der Prioritätenliste.

Welche Herausforderungen und Aufgaben sind Ihnen besonders in Erinnerung geblieben?

Gerhard Geisswinkler: Mit dem technologischen Fortschritt, mit der Breite des Portfolios und den Innovationen sowie mit dem sich ständig verändernden Marktumfeld Schritt zu halten. In einer Matrixorganisation ist das Management einer Niederlassung verbunden mit den Aufgaben und Pflichten eines Filiale-Geschäftsführers. Diesem obliegt die Personalverantwortung bis hin zum Arbeitsschutz, die unternehmerische Mitverantwortung und alle standortrelevanten Agenden. Darüberhinaus war ich als „Mister Siemens“ Ansprechpartner für alle Siemensaktivitäten im Bundesland und durfte Siemens in den Interessenvertretungen, diversen Netzwerken und Clustern vertreten.

Worin sehen Sie die Zukunft der Automatisierungstechnik in der Steiermark? 

Gerhard Geisswinkler: In der Steiermark gibt es eine unvergleichbar große Vielfalt an Know-how, Kompetenzen und Ressourcen auf diesem Gebiet. Die überproportionale Zahl der Kompetenzzentren und die hohe F&E-Quote schaffen für die Automatisierungstechnik ein breites Betätigungsfeld. Die Automatisierungstechnik fungiert als Klammer über die vielen Stärkefelder und bildet die Basis für Innovation und neue Technologien. Durch die Vernetzung der Akteure über die gesamte Wertschöpfungskette der Automatisierung und der Digitalisierung - wie zum Beispiel durch die AT Styria Plattform - nimmt die Automatisierungstechnik eine unverzichtbare Vorreiterrolle ein und garantiert damit eine nachhaltige Entwicklung.

Wie beurteilen Sie die aktuelle Situation - Stichwort Coronakrise?

Gerhard Geisswinkler: Die meisten Unternehmen haben rasch darauf reagiert, um größeren Schaden abzuwenden und ihre Geschäfte fortführen zu können. Die Situation ist und bleibt aber noch einige Zeit herausfordernd. Da die Steiermark mehr als die anderen Bundesländer exportorientiert ist, bleibt die Unsicherheit, wie sich die Krise in den Exportländern Deutschland, USA, Großbritannien oder Italien entwickelt. Wenn - so hoffen wir alle - es wieder Richtung Normalität geht, so wird die Steiermark dank der Innovationskraft und dem ausgeprägten Unternehmertum zu den ersten gehören, die davon profitieren. 

Vielen Dank für diese interessanten Einblicke und nochmals herzliche Gratulation zur Verleihung des Großen Ehrenzeichens des Landes Steiermark.

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08.07.20

Klagenfurt, Institut ROBOTICS, Labor Roboter © Manuela Schwarz

Sichere Mensch-Roboter-Kollaboration

Die Beurteilung der physischen Sicherheit für den Menschen beim Ausführen seiner Tätigkeit mit Assistenz eines Robotersystems ist der zentrale Themenschwerpunkt im ROBOTICS Evaluation Lab am Institut für Robotik und Mechatronik. Als erste und einzige Prüfstelle in Europa konnte ROBOTICS nun für diese Tätigkeit die Akkreditierung zur validen Messung der potentiellen Krafteinwirkung in der Mensch-Roboter Kollaboration erlangen. Damit kann die Sicherheitsbewertung fundiert, physikalisch rückführbar und dem Stand der Technik entsprechend erfolgen. Das ROBOTICS Prüflabor bietet somit die Grundvoraussetzung für den Einsatz kollaborativer Roboteranwendungen in Wirtschaft und Industrie: eine durch die Akkreditierung qualitätsgesicherte Sicherheitsanalyse und Konformitätsbewertung.

Erstes akkreditiertes Prüflabor für Robotersicherheit in Europa

Die Digitalisierung in der Produktion profitiert stark von der modernen Robotik. Vermehrt operieren diese vielseitig einsetzbaren Maschinen als digitale Powertools mit und neben dem Fertigungspersonal in einer gemeinsamen Arbeitsumgebung. Durch die Tätigkeit in einer geteilten Arbeitsumgebung können ungeplante Situationen, insbesondere das Zusammenstoßen von Mensch und Roboter nicht vollständig ausgeschlossen werden. Sicherheitsvorrichtungen und eine Sensitivität der Roboter stellen dabei sicher, dass diese ungeplanten Situationen nicht folgenschwer enden. Diese Sicherheitsfunktionen der Roboter, oder genauer der Roboteranwendungen, müssen definierte Grenzwerte für die Leistungs- und Krafteinwirkung für nicht ausschließbare Risikosituationen erfüllen. Die Überprüfung der Robotersicherheit erfordert daher eine fundierte Risikobeurteilung und das gezielte Nachstellen von potenziell gefährlichen Kontaktsituationen.

Genau hier setzt das ROBOTICS Evaluation Lab an und befasst sich mit der umfassenden Sicherheitsevaluierung von kollaborativen Robotikapplikationen. Das nötige Know-how und die dazu erforderliche Infrastruktur mit kalibrierten State-of-the-Art-Messmittel für diese herausfordernde Messaufgabe wurde am Institut ROBOTICS forschungsgeleitet aufgebaut. Da hier aber nicht nur eine Forschungsfrage, sondern die Sicherheit von Menschen beantwortet werden muss, wird der gesamte Prüfprozess unter den qualitätssichernden Maßnahmen nach ISO/IEC-17025, metrologisch rückführbar durchgeführt.

Akkreditiert ist das Prüflabor seit Ende Dezember 2019 für die Ermittlung von biomechanischen Kraftbelastungen und deren Konformitätsbewertung, welche gemäß des Standards ISO/TS 15066:2016 durchgeführt werden. Diese Akkreditierung bescheinigt den sehr hohen Qualitätsstandard und bestätigt die Professionalität der Forscherinnen und Forscher am Institut. Die Durchführung einer Konformitätsprüfung kann die Bedürfnisse der Kunden berücksichtigen und erfolgt entweder direkt vor Ort im Produktionsbereich oder im eigenen Prüflaboratorium am Standort Lakeside Science & Technology Park in Klagenfurt am Wörthersee. Neben Mess- und Prüfdienstleistungen bietet das ROBOTICS Evaluation Lab den Unternehmen aus Wirtschaft und Industrie auch projektbezogene Beratungstätigkeiten, Sicherheitsbewertungen und Risikoanalysen sowie Kompetenzentwicklung und Trainings im Bereich der Robotersicherheit im Sinne von „Safety as a Service“ Paketen an.

Weiterführende Infos zum ROBOTICS Evaluation Lab: https://rel.joanneum.at/

Weiterführende Infos zum Institut ROBOTICS: www.joanneum.at/robotics

Unternehmensbeschreibung:

Die JOANNEUM RESEARCH Forschungsgesellschaft mbH entwickelt Lösungen und Technologien für Wirtschaft und Industrie in einem breiten Branchenspektrum und betreibt Spitzenforschung auf internationalem Niveau. Mit dem Fokus auf angewandte Forschung und Technologieentwicklung nimmt sie als die INNOVATION COMPANY eine Schlüsselfunktion im Technologie- und Wissenstransfer ein.

ROBOTICS – Institut für Robotik und Mechatronik

ROBOTICS bearbeitet primär Forschungsthemen der Mensch-Roboter-Kollaboration und -Interaktion in innovativen Produktionsprozessen, sowie die Thematik Robotersicherheit. Darüber hinaus werden Themenstellungen der mobilen Robotik und mobilen Manipulation in den Bereichen industrieller Fertigung und Logistik bearbeitet.

Kontakt:

DI Dr. Michael Rathmair
ROBOTICS Evaluation Lab
+43 316 876-2035
michael.rathmair@joanneum.at
Lakeside B13b, 9020 Klagenfurt am Wörthersee

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08.07.20

© TU Graz

LED statt Laser- oder Elektronenstrahl

Die neue Technologie revolutioniert 3D-Metalldruck! Eine an der TU Graz entwickelte Technologie nutzt LED- statt Laserquellen zur additiven Fertigung von Metallteilen und optimiert den 3D-Metalldruck hinsichtlich Bauzeit, Metallpulververbrauch, Gerätekosten und Nachbearbeitungsaufwand.

Selective LED based Melting (SLEDM) - also das gezielte Schmelzen von Metallpulver mittels Hochleistungs-LED-Lichtquellen - nennt sich die neue Technologie, die ein Team rund um den Leiter des Instituts für Fertigungstechnik der TU Graz Franz Haas für den 3D-Metalldruck entwickelt und nun zum Patent angemeldet hat. Die Technologie ähnelt dem Selektiven Laser- (SLM, Selective Laser Melting) oder Elektronenstrahlschmelzen (EBM, Electron Beam Melting), bei dem Metallpulver mittels Laser- bzw. Elektronenstrahl aufgeschmolzen und schichtweise zu einem Bauteil aufgebaut wird. SLEDM behebt jedoch zwei zentrale Probleme dieser pulverbettbasierten Fertigungsverfahren: die zeitintensive Produktion großvolumiger Metallbauteile und die aufwendige manuelle Nachbearbeitung. 

Verkürzte Produktionszeit 

Anders als beim SLM- oder EBM-Verfahren wird das Metallpulver beim SLEDM-Verfahren mit einem Hochleistungs-LED-Strahl aufgeschmolzen. Die hierzu verwendeten Leuchtdioden wurden vom weststeirischen Beleuchtungs-Spezialisten Preworks speziell adaptiert und mit einem komplexen Linsensystem ausgestattet, mit dem der Durchmesser des LED-Fokus während des Schmelzvorgangs problemlos zwischen 0,05 und 20 Millimetern verändert werden kann. Das ermöglicht das Schmelzen größerer Volumina pro Zeiteinheit, ohne auf filigrane Innenstrukturen verzichten zu müssen und verringert damit die Produktionszeit von Bauteilen beispielsweise für die Brennstoffzellen- oder Medizintechnik im Durchschnitt um den Faktor 20. 

Mühsame Nachbearbeitung entfällt

Kombiniert wird diese Technologie mit einer neu konzipierten Fertigungsanlage, die – im Gegensatz zu anderen Metall-Schmelzanlagen – das Bauteil von oben nach unten additiv aufbaut. Das Bauteil liegt dadurch frei, die benötigte Pulvermenge reduziert sich auf ein Minimum und die notwendige Nachbearbeitung kann bereits während des Druckprozesses durchgeführt werden. „Das aufwendige, in der Regel manuelle Nachbearbeiten, wie es bei derzeitigen Verfahren notwendig ist, um etwa raue Oberflächen zu glätten und Stützkonstruktionen zu entfernen, entfällt und spart weitere kostbare Zeit“, so Haas. 

Einsatzbereiche und weitere Pläne

Ein Demonstrator des SLEDM-Verfahrens wird bereits im K-Projekt CAMed der Medizinischen Universität Graz berücksichtigt, wo im Oktober 2019 das erste Labor für Medizinischen 3D-Druck eröffnet wurde. Mithilfe des Verfahrens sollen bioresorbierbare Metall-Implantate produziert werden - also vorzugsweise Schrauben, die aus Magnesium-Legierungen bestehen und bei Knochenbrüchen eingesetzt werden. Diese Implantate lösen sich im Körper auf, nachdem die Bruchstelle zusammengewachsen ist. Eine zweite, den Menschen oft stark belastende Operation wird somit nicht mehr nötig. Die Produktion solcher Implantate wäre dank SLEDM direkt im OP-Saal möglich, denn „ein LED-Licht ist für den OP-Betrieb naturgemäß weniger gefährlich als eine leistungsstarke Laserquelle“, so Haas. 

Der zweite Schwerpunkt liegt in der nachhaltigen Mobilität, und zwar in der Fertigung von Bauteilen wie Bipolarplatten für Brennstoffzellen oder Komponenten für Batteriesysteme. „Wir wollen die additive Fertigung mittels SLEDM für die E-Mobilität wirtschaftlich nutzbar machen und SLEDM in diesem Forschungsfeld frühzeitig positionieren“, so Haas, der im nächsten Entwicklungsschritt einen marktfähigen Prototypen dieses 3D-Metalldruckers – „made by TU Graz“ produzieren wird: ein weiteres Novum im universitären Umfeld. 

Das SLEDM-Verfahren wurde im FoE „Mobility & Production“ entwickelt, einem von fünf Stärkefeldern der TU Graz.

An der TU Graz beschäftigen sich unterschiedliche Forschungsgruppen mit additiven Fertigungsverfahren. Informationen zum Thema finden sich in der E-Paper-Ausgabe unseres Forschungsmagazins TU Graz research: Die 3D-Revolution 

Das Institut für Fertigungstechnik und das Institut für Werkstoffkunde, Fügetechnik und Umformtechnik arbeiten gerade intensiv an der Umsetzung eines eigenen Additive Manufacturing-Labors, dem AddLab@tugraz. Im Planet Research-Interview erzählt Franz Haas mehr über das Vorhaben (mit Video).

Kontakt TU Graz:

Franz HAAS
Univ.-Prof. Dipl.-Ing. Dr.techn.
TU Graz | Institut für Fertigungstechnik
Tel.: +43 316 873 - 7170
franz.haas@tugraz.at
ift.tugraz.at

Technische Universität Graz
Rechbauerstraße 12, 8010 Graz
Tel.: +43 316 873 6066
E-Mail: medieninfo@tugraz.at
www.presse.tugraz.at | www.tugraz.at/go/news-stories

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08.07.20

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Technologieoffensive jetzt starten!

Lösungen für globale Herausforderungen wie Gesundheit, Klimawandel, Digitalisierung und krisenresilienter Produktion

Ausgangslage

Österreich aufgrund globaler Corona-Pandemie und damit verbundenen Lock-Down vor der schwersten Rezession in Friedenszeiten seit 1929. Drei maßgebliche Lehren aus der Krise:

  • FTI entscheidend für Lösungen (u. a. Pharma, IKT, Mobilität etc.), nicht nur in Krisenzeiten, die durch Unternehmen umgesetzt werden. FTI maßgeblich für Widerstands- und Regenerationsfähigkeit von Unternehmen - wesentlich für Sicherung von Wachstum und Arbeitsplätzen.
  • Digitalisierung für Resilienz des Standorts. Wesentlich für Erhalt der wirtschaftlichen Handlungsfähigkeit und Aufrechterhaltung sozialer Beziehungen.
  • Wichtig ist nationale bzw. europäische Souveränität in strategisch wesentlichen Bereichen (an vorderster Front der Technologiebereich) sicherzustellen.

Österreich braucht eine „Technologieoffensive“, die, zusätzlich zum Zukunftsfonds, den nötigen Schub erzeugt, um nicht jetzt durch wirtschaftliche Schwierigkeiten - verursacht u. a. durch Liquiditätsengpässe - zurück zu fallen, sondern gestärkt aus der Krise herauszukommen und technologische Kompetenzführerschaft auszubauen.

Technologieoffensive - Überblick: Budget und Kernelemente

Für Zukunftsfähigkeit unseres Landes und in Anbetracht der bereits in Vergangenheit bestehenden massiven Finanzierungslücken für angewandte F&E, sowie für manifeste Belebung der Wirtschaft braucht es eine zusätzliche Technologiemilliarde mit Budgettranchen von jeweils 250 Mio. Euro pro Jahr von 2021 bis 2024.

Die Technologieoffensive stärkt die angewandte Forschung und Technologieentwicklung, sie forciert Innovations- und Digitalisierungsprojekte der Wirtschaft und geht den wesentlichen Schritt hin zur Marktüberleitung. Sie besteht aus fünf strategischen Kernelementen mit thematischen Stärke- und Zukunftsfeldern, die auf einem FTI-Fundament basieren:

  • Produktion
  • Digitalisierung
  • Tech for Green
  • Life Science
  • FTI-Fundament: Enabling- und themenoffene Maßnahmen

Wesentliche Eckpunkte und Maßnahmen:

FTI-Fundament stärken (Enabling- und themenoffene Maßnahmen)

Vorkrisenniveau der F&E-Investitionen erhalten und erhöhen, bestehende F&E-Akteure stärken und neue aufbauen. Dazu Erfolgsmodell von Policy-Mix aus Forschungsprämie und attraktiver direkten F&E-Förderung ausbauen. Erforderliche Zukunftsqualifikationen und Innovationsnachwuchs sichern.

Konkrete Maßnahmen (Auszug):

Budget für Basisprogramme deutlich und längerfristig erhöhen; Teilauszahlung bei Forschungsprämie und fiktiven Unternehmerlohn ermöglichen; themenoffene Formate (insb. CDG, BRIDGE, COMET) stärken; Qualifikationsangebote – insb. MINT und Digitalisierungsbereich – ausbauen; strategische F&E-Infrastruktur für Schlüsseltechnologien ausbauen, Unternehmensgründungen (u.a. Pre-Seed/Seed) fördern

Produktionsstandort Österreich ausbauen

Stärkung neuer Fertigungstechnologien; Sicherstellung der Produktionsstandorte F&Eintensiver, innovativer Unternehmen; weitere (Wieder-)Ansiedlung ausländischer Technologieunternehmen und besonders systemrelevanter Produktionen in Österreich, um neue Investitionen sowie Arbeitsplätze nach Österreich zu holen.

Konkrete Maßnahmen (Auszug):

„Produktion der Zukunft“ stärken und mind. 3x/Jahr ausschreiben; neue und innovative Fertigungskapazitäten strategisch aufbauen; Überleitung von F&E auf den Markt durch Pilotmärkte beschleunigen, u.a. durch Ausbau Testumgebungen und Sandboxes; IÖB gezielt nützen; F&E-Headquarteransiedlung fördern; Garantieinstrumente stärken

Digitalisierung in Österreich weiter vorantreiben

Digitale Transformation nützen, um Konkurrenzfähigkeit zu sichern. Um erfolgreich in Wertschöpfungsketten zu bleiben und neue aufzubauen sind innovative Technologien zu entwickeln, robuste Systeme in der betrieblichen Praxis zu realisieren und die Entwicklung innovativer Geschäftsmodelle zu forcieren.

Konkrete Maßnahmen (Auszug):

„IKT der Zukunft“ ausbauen und mind. 3x/Jahr ausschreiben; Industrie 4.0 beschleunigen (u.a. Robotik, Cyber Security, Quantentechnologie); künstlicher Intelligenz mit Schwerpunkt auf robuste Umsetzung proaktiv angehen, u.a. Aufbau Infrastruktur (z.B. HPC, 5G); Neues Erproben zur Umsetzung am Standort ermöglichen (Experimentierräume, Regulatory Sandboxes und Testbeds in Stärke- und Zukunftsfeldern), Datenkompetenz fördern, Unterstützung von Unternehmen, insbesondere KMU, bei Transformation (z.B. KMU digital)

Österreich zum „Tech for Green“-Champion machen

Globale Herausforderungen wie Klimawandel, Ressourcenknappheit, etc brauchen insbesondere smarte Technologieentwicklung, u.a. innovativer Fahrzeug- und Mobilitätstechnologien, Energietechnologien, für Ressourceneffizienz und für Kreislaufwirtschaft. Österreichs technologische Kompetenzführerschaft ausbauen. Besonderes Augenmerk auf Technologieneutralität und breite Lösungsansätze legen.

Konkrete Maßnahmen (Auszug):

„Mobilität der Zukunft“ ausbauen und mind. 3x/Jahr ausschreiben; Kreislaufwirtschaft durch (Recycling-)Technologien und Bioökonomie stärken; Ressourceneffizienz durch zB neue Technologien bzw. Werkstoffe steigern; Energieforschungsinitiative ausbauen; Dekarbonisierungstechnologien sowie Luft- und Raumfahrt stärken

Österreich zum Life Science Zentrum im Herzen Europas ausbauen

Entschiedene Stärkung des Life Science Standorts Österreich und verstärkte Wiederansiedlung von Forschungs- und Produktionsstätten, um Abhängigkeiten von u.a. Asien zu reduzieren und neue Investitionen sowie Arbeitsplätze nach Österreich zu holen.

Konkrete Maßnahmen (Auszug):

Thematisches Schwerpunktprogramm „Life Sciences FÜR Zukunft“ einrichten; Attraktivierung des Standortes für klinische Studien, IPCEI Life Science vorantreiben; Zulassung von Medizinprodukten verbessern; Wings4Innovation nützen; LISA Life Science Austria und Pre-Seed/Seed LISA festigen

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07.07.20

© Smart Automation

„Smart Automation“ mit 25 Studienplätzen gefördert

Das Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft und Forschung verkündete am 03.07. Förderungen von 339 neuen Studienplätzen an den österreichischen Fachhochschulen für innovative Studienangebote mit Fokus auf die Herausforderungen der Digitalisierung – die FH CAMPUS 02 darf sich über 25 neue Studienplätze freuen.

Das Interesse der Fachhochschulen war groß: insgesamt wurden von 20 Erhaltern 71 Vorhaben für 1403 Anfänger*innenstudienplätze eingereicht, was einer vierfachen Überzeichnung entspricht. Besonderes Augenmerk legte man in der Vergabe auf die Bereich Informatik und Ingenieurswissenschaften, welche das Querschnittsthema Digitalisierung und dem Fachkräftemangel in diesem Bereich innovativ begegnen. Dazu zählen Data Science, Data Intelligence, Wirtschaftsinformatik, Creative Computing, Digital Arts etc. sowie in Technik und Ingenieurwissenschaften die Bereiche Automatisierungstechnik, Elektronik, Maschinenbau etc. Prioritär behandelt wurden bei der Zuteilung auch Konzepte zur Erhöhung des Frauenanteils. Mit dem neuen Bachelor-Studiengang „Smart Automation“ konnten alle Voraussetzungen für die Förderung erfüllt und somit das Stärkefeld der Automatisierung in der Steiermark gefestigt werden. Der neue Studiengang fokussiert auf die Themen Digitalisierung und Internationalisierung und wird daher in englischer Unterrichtssprache angeboten. Geplanter Start ist das Wintersemester 2021 (vorbehaltlich der Zustimmung der zuständigen Gremien).

25 neue Plätze für die FH CAMPUS 02

Im Kontext mit "Industrie 4.0" " erlebt die Automatisierung einen deutlichen Aufschwung und steht betreffend Einsatz und Relevanz von Technologien in der industriellen Anwendung an erster Stelle. Es geht darum, unternehmensinterne und -übergreifende Wertschöpfungsketten zu digitalisieren, da diese für den Standort und dessen Wettbewerbsfähigkeit von enormer Relevanz sind. Dem damit verbundenen verstärkten Bedarf nach hochqualifizierten Fachkräften in der Wirtschaft wurde nun in der neuerlichen Vergabe von Studienplätzen durch das Bundesministerium Rechnung getragen und der FH CAMPUS 02 für den berufsermöglichenden Bachelor-Studiengang "Smart Automation" 25 Studienplätze zuerkannt. "Auch in der Automatisierungstechnik gilt die Digitalisierung als DER Erfolgsfaktor für Wirtschaft, Wissenschaft und Gesellschaft. Ich freue mich sehr, dass wir mit unserem neuen berufsermöglichenden Vollzeitstudiengang Smart Automation einen Beitrag leisten dürfen, den dringenden Bedarf der Wirtschaft und Industrie an akademischen technischen Fachkräften abzudecken", betont Studiengangsleiter Udo Traussnigg.

Innovative Konzepte, die Zukunftsgestaltung sichern

Mit den beiden IT-Studiengängen "Business Software Development" (dual) und "Business Data Science" (berufsermöglichend) bewies die FH CAMPUS 02 bereits in den vergangenen beiden Ausschreibungsrunden nicht nur ein Gespür für den Bedarf in der Wirtschaft, sondern traf auch mit zukunftsfitten Organisationsformen den Nerv der Zeit. Neben den Vollzeit- und berufsbegleitenden Studien erweiterte die FH CAMPUS 02 damit auch ihr Angebot in dualer und berufsermöglichender Form, um so Studieninteressierten maßgeschneiderte Studienformate anbieten zu können. Der neue Studiengang wird ebenfalls eine intensive Verknüpfung zwischen Praxis und Theorie ermöglichen, auch wenn Interessierte noch nicht facheinschlägige Schul- oder Berufserfahrung mitbringen. "Die Anstrengungen in den letzten Jahren zum Ausbau der technischen Studiengänge haben sich bezahlt gemacht: bei den letzten 3 Ausschreibungsrunden des Bundesministeriums konnte die FH CAMPUS 02 mit ihren eingereichten Studiengangskonzepten jedes Mal reüssieren", freut sich die kürzlich im Amt bestätigte Rektorin Kristina Edlinger-Ploder.

Die Bewerbung für den neuen Studiengang "Smart Automation" für das Studienjahr 2021/22 startet diesen Herbst. Nähere Informationen zum Studium folgen in Kürze auf der Website. 

Rückfragehinweis:

Mag. Eva-Maria Karner
T 0316/6002-8853
E eva-maria.karner@campus02.at

Zu unserem Mitglied FH Campus 02

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06.07.20

© T-matix, ATM

Ressourcenoptimierung durch Digitalisierung bei ATM Recyclingsystems

Der Metallrecycling-Spezialist ATM setzt auf die leistungsstarke Technologie von t-matix solutions und lässt sämtliche Recyclinganlagen digitalisieren, um wertvolle Informationen zu generieren und Ressourcen nachhaltig zu schonen.

Mit der Digitalisierung werden Daten zum Nutzungsverhalten, zur Produktoptimierung, zu Auslastungsanalysen, zur Wartung u. a. gewonnen und analysiert. Die Anlagen zur Aufbereitung von Sekundärrohstoffen werden mit einer speziell konfigurierten Hardware von t-matix ausgestattet, die mit der SPS-Schnittstelle der Maschinen verbunden ist.

Die aufgezeichneten Daten werden an die t-matix IoT-Plattform übermittelt und dort in interaktiven Dashboards visualisiert. Durch die Datenanalyse werden u. a. die Wartung bzw. Servicierung der Anlagen enorm vereinfacht und Ressourcen nachhaltig geschont:

Die Mitarbeiter des Unternehmens erhalten via App die genauen Wartungsintervalle und können so die Wartung mehrerer Maschinen effizient koordinieren.

Darüber hinaus informiert das System frühzeitig über Verschleißteile, die ausgetauscht werden müssen, wodurch Lieferungen, Austausch sowie Wartungen besser geplant und optimiert werden können.  

Kontakt: Zu unserem Mitglied t-matix solutions GmbH

Mehr erfahren: https://www.t-matix.com/ressourcenoptimierung-durch-digitalisierung-bei-atm/

ATM Recyclingsystems: https://www.atm-recyclingsystems.com/home.html

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