22.01.21

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Vernetzung macht jeden Einzelnen stärker

Die equadrat engineering GmbH ist eine Ingenieur Manufaktur, die als Internationaler Generalplaner in den Bereichen Bau-, Umwelt-, Energie-, Gebäude- und Infrastrukturtechnik tätig ist. Das Unternehmen beschäftigt rund 25 Mitarbeiter und setzt den Fokus auf Energieautarkie und Ressourcenoptimierung. Wir haben bei Ing. Bernhard HAMMER, MBA, Eigentümer und geschäftsführender Gesellschafter, nachgefragt, wie es in seinem Unternehmen aktuell läuft.

Herr Hammer, wie geht es derzeit in Ihrer Branche?

Hammer: Der Planungsbranche geht es unterschiedlich. Das hängt auch von den Geschäftsfeldern der jeweiligen Ingenieurbüros ab. Wie ich aus den Gesprächen mit KollegenInnen erfahren habe – von ganz wenig Aufträgen bis hin zu – Vollausgelastet.

Wie geht es Ihrem Unternehmen?

Hammer: Wir sind gut ausgelastet. Natürlich hat sich das eine oder andere Projekt etwas verschoben. In der Industrie wurden teilweise Investitionen gestoppt. Ich gehe aber zuversichtlich in die Zukunft. Mein strategischer Job ist es nun auf geänderte Kundenbedürfnisse auch unsere Geschäftsmodelle und Leistungen anzupassen.

Sie engagieren sich auch für die Plattform AT STYRIA, woher kommt die Motivation?

Hammer: Mein langjähriges Engagement beruht auf einem einfachen Grundsatz: In der Vernetzung ist jeder Einzelne stärker. Die Plattform selbst zeigt sich hochmotiviert und engagiert. Darum bin ich nach wie vor gerne dabei.

Was erwarten Sie sich für das Jahr 2021?

Hammer: Für 2021 erwarte ich eine gewisse Marktbereinigung und natürlich auch spannende Ansätze, was wir aus der Krise gelernt haben. Wir werden viele Hausaufgaben in der Ausrichtung zu lösen haben. Kreativität wird gefragt sein.

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14.01.21

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Brexit II: Detailanalyse arbeits- und sozialpolitische Aspekte

Wesentliche Eckpunkte der sozialversicherungsrechtlichen Auswirkungen des Protokolls über die Koordinierung der sozialen Sicherheit

Grundsätzlich orientiert sich das Abkommen an den VO 883/2004 und VO 987/2009. Erfasst sind die Kranken-, Pensions- und Unfallversicherung, nicht aber Pflege- und Familienleistungen.

  • Keine wesentlichen Änderungen in Kranken-, Unfall- und Pensionsversicherung

Zusammenrechnung von Versicherungszeiten:

Wie schon bisher sieht das Abkommen vor, dass sämtliche Versicherungszeiten aus EU-Mitgliedsstaaten und aus dem Vereinigten Königreich für den Erwerb, die Aufrechterhaltung und das Wiederaufleben eines Leistungsanspruchs weiterhin zusammengerechnet werden.

Krankenversicherung:

Für grenzüberschreitende Leistungen bei Krankheit gelten die bisherigen Bestimmungen prinzipiell weiter. Leistungen bei Pflegebedürftigkeit sind hingegen nicht erfasst.

Eine Inanspruchnahme von Sachleistungen im Aufenthaltsstaat auf Kosten des zuständigen Trägers kommt damit im Wesentlichen weiterhin in Betracht bei:

  1. Wohnort in einem anderen als dem zuständigen Mitgliedsstaat
  2. Aufenthalt außerhalb des zuständigen Mitgliedsstaates (z.B. bei Urlauben) bei medizinischer Notwendigkeit
  3. bei geplanten Auslandskrankenbehandlungen mit Vorgenehmigung des zuständigen Trägers, d.h. wenn ein Auslandaufenthalt zu dem Zweck angetreten wird, dort eine Krankenbehandlung in Anspruch zu nehmen 

Unter bestimmten Voraussetzungen sind entsandte Arbeitnehmer weiter in ihrem ursprünglichen Heimatstaat versichert - siehe dazu weiter unten.

Pensionen:

Für Pensionisten, die britische Pensionen beziehen und ihren Wohnsitz in Österreich haben oder für Pensionisten, die eine österreichische Pension beziehen und den Wohnsitz im Vereinigten Königreich haben, ergibt sich ab 1.1.2021 keine Änderung. Die Leistungen werden weiterhin in den jeweils anderen Staat angewiesen.

Versicherungszeiten im jeweils anderen Staat werden berücksichtigt.

  • Anwendbares Recht bei grenzüberschreitenden Sachverhalten:

Grundregel „Beschäftigungslandprinzip“:

Personen, die eine selbstständige oder unselbstständige Erwerbstätigkeit ausüben, unterliegen weiterhin den Rechtsvorschriften nur eines Staates, und zwar grundsätzlich des Staates, in dem eine Beschäftigung oder selbstständige Erwerbstätigkeit ausgeübt wird.

Ausübung von Tätigkeiten in zwei oder mehr Staaten:

Bei der Ausübung von Tätigkeiten in zwei oder mehr Staaten kommt es wie bisher zunächst darauf an, ob ein wesentlicher Teil der Tätigkeit im Wohnstaat ausgeübt wird; dann sind dessen Rechtsvorschriften anzuwenden.

Wenn unselbstständig beschäftigte Personen im Wohnstaat keinen wesentlichen Teil ihrer Tätigkeit ausüben, ist grundsätzlich auf den Sitz des Unternehmens abzustellen.

Wenn Selbstständige keinen wesentlichen Teil ihrer Tätigkeit im Wohnstaat ausüben, kommen die Rechtsvorschriften des Staates, in dem sich der Mittelpunkt ihrer Tätigkeiten befindet, zur Anwendung.

  • Bei Entsendungen gilt
  • wenn diese vor dem 31.12.2020 begonnen haben und weiterhin andauern:

Laufende Entsendungen bestehen unverändert weiter. Dies gilt auch für Selbständige, die eine ähnliche Tätigkeit in einem anderen Staat ausüben, sofern die voraussichtliche Dauer dieser Tätigkeit 24 Monate nicht überschreitet.

Bereits ausgestellte A1-Dokumente sind bis zum Ende der Entsendung bzw. der maximalen Entsendedauer von 24 Monaten gültig.

  • wenn diese nach dem 31.12.2020 beginnen oder begonnen haben:

Entsandte Arbeitnehmer sind weiterhin im Heimatstaat sozialversichert, vorausgesetzt

  1. die Dauer der Auslandsbeschäftigung überschreitet nicht 24 Monate und
  2. der entsandte Mitarbeiter löst nicht einen anderen entsandten Mitarbeiter ab.

Auch ein Selbständiger, der eine ähnliche Tätigkeit in einem anderen Staat ausübt, unterliegt weiterhin den Rechtsvorschriften des Heimatstaates, sofern die voraussichtliche Dauer dieser Tätigkeit 24 Monate nicht überschreitet.

Neu ist, dass es jedem Mitgliedsstaat freisteht, ob er diese Entsendungsregelung (= Ausnahme vom Beschäftigungslandprinzip) anwenden will (opting-in). Österreich hat sich bereits für die Anwendung dieser Regelung entschieden.

Wir gehen davon aus, dass das A1 Formular weiterhin zu verwenden ist. Die Details dazu sind derzeit in Abklärung.

  • Nicht unter das Abkommen fallen insbesondere:

Beitragsunabhängige Geldleistungen (Ausgleichszulage nach ASVG, GSVG und BSVG), soziale und medizinische Fürsorge, Pflegeleistungen und Familienleistungen.

Änderungen im Bereich Aufenthalt & Arbeitsmarktzugang

Aufenthalt:

Bisher war britischen Staatsangehörigen eine visumfreie Einreise und ein zeitlich unbeschränkter Aufenthalt ohne erforderlichen Aufenthaltstitel möglich. Zudem hatten britische Staatsangehörige – wie auch alle anderen Unionsbürger - unbeschränkten Zugang zum österreichischen Arbeitsmarkt. Die Anerkennung von im Vereinigten Königreich erworbenen Berufsqualifikationen wurden bislang – zum Teil – erleichtert anerkannt.

Nach dem 1.1.2021 sieht das beschlossene Austrittsabkommen grundsätzlich für eine Einreise folgendes vor:

  • Britische Staatsangehörige können sich für maximal 90 Tage innerhalb von 6 Monaten visumfrei in Österreich aufhalten. Für längere Aufenthalte ist ein entsprechendes Visum bzw. Aufenthaltstitel erforderlich.
  • Britische Staatsangehörige, die in Österreich erwerbstätig werden möchten, benötigen nunmehr eine entsprechende Beschäftigungsbewilligung.

Das Austrittsabkommen bestimmt darüberhinausgehend spezielle Regelungen zum Aufenthalt und Arbeitsmarktzugang von kurzzeitig einreisenden Geschäftsreisenden, Geschäftsreisenden zu Niederlassungszwecken, Erbringern vertraglicher Dienstleistungen, Freiberuflern und unternehmensintern transferierten Personen.

Kurzzeitig einreisende Geschäftsreisende aus Großbritannien:

Für kurze Zeit einreisenden Geschäftsreisenden werden, während des 90-tägigen visumfreien Aufenthalts in Österreich, folgende Tätigkeiten unter teilweise sehr strengen Beschränkungen gestattet:

a) Sitzungen und Konsultationen

b) Forschung und Design: Außer für Tätigkeiten wissenschaftlicher und statistischer Forscher ist eine Beschäftigungsbewilligung inkl. Arbeitsmarktprüfung erforderlich.

c) Marktforschung: Es ist eine Beschäftigungsbewilligung inkl. Arbeitsmarktprüfung erforderlich. Für Forschungs- und Analysetätigkeiten von bis zu sieben Tagen je Monat oder bis zu 30 Tagen je Kalenderjahr wird auf eine Arbeitsmarktprüfung verzichtet. Ein Hochschulabschluss ist erforderlich.

d) Ausbildungsseminare

e) Messen und Ausstellungen: Eine Beschäftigungsbewilligung ist bei einer Dauer von mehr als 5 Tagen im Monat oder mehr als 30 Tage im Kalenderjahr einschließlich Arbeitsmarktprüfung erforderlich.

f) Verkauf

g) Einkauf

h) Kundendienst (einschließlich verkaufsnaher Dienstleistungen, wie z.B. Wartungsleistungen im Zusammenhang mit einem Verkauf)

i) Handelsgeschäfte: Eine Beschäftigungsbewilligung ist bei einer Dauer von mehr als 5 Tagen im Monat oder mehr als 30 Tage im Kalenderjahr einschließlich Arbeitsmarktprüfung erforderlich.

j) Beschäftigte im Fremdenverkehr

k) Übersetzen und Dolmetschen: Es ist eine Beschäftigungsbewilligung, einschließlich einer Arbeitsmarktprüfung erforderlich.

Kurzzeitigen Geschäftsreisenden aus den EU-Mitgliedsstaaten werden in der 90-tägigen, visumfreien Aufenthaltsdauer in Großbritannien folgende Tätigkeiten ohne Beschränkungen erlaubt:

a) Sitzungen und Konsultationen

b) Forschung und Design

c) Marktforschung

d) Ausbildungsseminare

e) Messen und Ausstellungen

f) Verkauf

g) Einkauf

h) Kundendienst (einschließlich verkaufsnaher Dienstleistungen, wie z.B. Wartungsleistungen im Zusammenhang mit einem Verkauf)

i) Handelsgeschäfte

j) Beschäftigte im Fremdenverkehr

k) Übersetzen und Dolmetschen

Nicht gestattet sind kurzzeitigen Geschäftsreisenden, sowohl aus dem Vereinigten Königreich im Unionsraum, wie auch europäischen Staatsangehörigen im Vereinigten Königreich:

Der Verkauf von Waren, Beziehen eines Gehalts im „Gaststaat“, Erbringung von Dienstleistungen (Achtung – es gibt hier auch Ausnahmen - siehe Dienstleistungsfreiheit)

Geschäftsreisende zu Niederlassungszwecke:

  • Als solche werden Führungskräfte eines britischen Unternehmens, die in Österreich (oder in einem anderen EU-Mitgliedsstaat) eine Tochtergesellschaft oder eine Zweigniederlassung ihres Unternehmens gründen wollen, bezeichnet.
  • Diese dürfen nur Tätigkeiten ausüben, die für die Gründung dieser Tochtergesellschaft/Zweigniederlassung erforderlich ist.
  • Zudem dürfen diese kein Entgelt in Österreich erhalten.
  • Für die Ausübung dieser Tätigkeiten für bis zu 90 Tagen innerhalb eines Zeitraums von sechs Monaten ist keine arbeitsmarktbehördliche Genehmigung erforderlich.

Erbringer vertraglicher Dienstleistungen („hochqualifizierte Schlüsselkräfte“):

  • Darunter fallen britische Staatsangehörige, die für ein britisches Unternehmen beschäftigt sind und eine vertragliche Dienstleistung an einen Endverbraucher in Österreich erbringen wollen.
  • Diese Mitarbeiter müssen zum Zeitpunkt der Antragstellung zumindest ein Jahr bei dem entsendenden Unternehmen beschäftigt gewesen sein.
  • Die entsandten Mitarbeiter müssen über eine mindestens dreijährige Berufserfahrung nach Erreichen der Volljährigkeit, einen Hochschulabschluss oder eine gleichwertige Qualifikation, wie auch eine allenfalls erforderliche Berufsqualifikation verfügen.
  • Die Mitarbeiter dürfen zudem kein Entgelt in Österreich erhalten.
  • Die entsandten Mitarbeiter dürfen sich für 6 Monate innerhalb eines Zeitraums von 12 Monaten bzw. für die Dauer des Vertrags in Österreich aufhalten, je nachdem, welcher Zeitraum kürzer ist.
  • Für den Aufenthalt benötigen diese Mitarbeiter ein entsprechendes Visum, welches sie bei der zuständigen österreichischen Vertretungsbehörde im Ausland zu beantragen haben.
  • Für ihre Beschäftigung benötigen diese Personen eine Entsende- oder Beschäftigungsbewilligung.
  • Keine Arbeitsmarktprüfung ist erforderlich bei z.B. gewissen Rechtsberater-, Steuerberater-, Rechnungsleger-, Buchhalterdienstleistungen oder Dienstleistungen von Reisebüros, Reiseveranstaltern oder Reiseleitern.

Freiberufler:

  • Dazu gehören britische Selbständige ohne Niederlassung in Österreich, die aber eine Dienstleistung in Österreich erbringen wollen.
  • Diese müssen zum Zeitpunkt der Antragstellung für die Einreise und den Aufenthalt eine sechsjährige Berufserfahrung in der betreffenden Tätigkeit, einen Hochschulabschluss oder eine gleichwertige Qualifikation und die allenfalls erforderliche Berufsqualifikation vorweisen können.
  • Freiberufler dürfen sich für max. 6 Monate innerhalb eines Zeitraums von 12 Monaten bzw. für die Vertragsdauer in Österreich aufhalten, je nachdem, welcher Zeitraum kürzer ist.
  • Es ist ein entsprechendes Visum für den Aufenthalt erforderlich, welches sie bei der zuständigen österreichischen Vertretungsbehörde im Ausland zu beantragen haben.

Unternehmensintern transferierte Personen:

  • Als solche sind britische Mitarbeiter eines Unternehmens anzusehen, die in eine österreichische Tochtergesellschaft/Zweigniederlassung/Hauptniederlassung ihres Unternehmens in Österreich versetzt werden.
  • Wenn Führungskräfte und Spezialisten versetzt werden, müssen diese vor ihrem Transfer mindestens ein Jahr als solche beschäftigt gewesen sein. Trainees müssen hingegen nur sechs Monate vor ihrem Transfer als solche beschäftigt gewesen sein. Zudem muss bei Letzteren das absolvierte Hochschulstudium in Verbindung mit der ausgeübten Tätigkeit stehen.
  • Führungskräfte und Spezialisten können sich für bis zu drei Jahre, Trainees für bis zu einem Jahr in Österreich aufhalten.
  • Für den Aufenthalt ist eine Aufenthaltsbewilligung für unternehmensintern transferierte Arbeitnehmer erforderlich.

Anerkennung von Berufsqualifikationen

Für Berufsqualifikationen, die im Vereinigten Königreich erworben wurden, gilt, dass Abschlüsse nicht mehr automatisch anerkannt werden. Britische Staatsangehörige müssen sich in den jeweiligen EU-Mitgliedsstaaten um eine entsprechende nationale Anerkennung bemühen.

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13.01.21

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In der Krise Innovationen antreiben

Dass die aktuelle Lage den heimischen Betrieben zusetzt, ist kein Geheimnis. Herbert Ritter, Vizepräsident der WKO Steiermark und Vorsitzender der Plattform Automatisierungstechnik Steiermark, analysiert im Interview die aktuellen Entwicklungen. Und er verrät, warum er gerade jetzt Kooperationen empfiehlt und wie der Kompetenzatlas dabei hilft.

Herr Ritter, als Vizepräsident der WKO Steiermark sind Sie in ständigem Kontakt mit den Unternehmen - machen Sie sich Sorgen um die Automatisierungstechnik in unserem Land?

Die aktuelle Lage ist - wie übrigens in der gesamte Industrie - sehr unterschiedlich. Gewisse Bereiche wie die Logistik sind sehr gut ausgelastet, andere wiederum weniger.

An wen denken Sie hier besonders?

Gerade Sublieferanten sind besonders betroffen, weil die größeren Betriebe aktuell danach trachten, zuerst die eigene Auslastung wieder zu gewährleisten. Erst bei Vollbetrieb wird ausgelagert. Und auch der Automotivebereich hat es jetzt ganz schwer - das hat auch mit der aktuellen Diskussion rund um Elektromobilität zu tun.

Wie meinen Sie das?

Im Automativebereich wird zu 97 Prozent über Elektromobilität diskutiert, tatsächlich sind derzeit aber nur 2,5 bis 3 Prozent aller Autos auf der Straße Elektro- oder Hyprid-Fahrzeuge. Die Unsicherheit ist also sehr groß.

Sehen Sie Licht am Ende des Tunnels?

Ja natürlich, ich sehe positiv in die nahe Zukunft. Ab April oder Mai wird sich die Situation bei uns schon bessern, weil das Infektionsrisiko sinkt. Und dann wird auch das Geld, das die Leute bislang nicht ausgeben konnten, wieder auf den Markt kommen.

Was raten Sie Unternehmern jetzt?

Wenn es in Ihrem Betrieb ruhiger ist, nutzen Sie das als Chance, um nachhaltige Entwicklungen voranzutreiben. Ich engagiere mich gerade ganz stark dafür, dass es dazu umso schneller Anreize in Form von Förderungen gibt. Mein Appell also: Holen Sie Ihre bislang nicht umgesetzten Ideen aus den Schubläden und entwickeln Sie jetzt Lösungen, die das Leben in Zukunft einfacher und effizienter machen. Am besten funktioniert das mit Partnern in der Nähe.

Hier wurde mit dem Kompetenzatlas ein entsprechendes Hilfsinstrument entwickelt.

Ich bin sehr froh, dass dieser Know-how- Überblick entstanden ist. Der Kompetenzatlas zeigt, wo unsere Stärken sind und wo wir Handlungsbedarf haben. Wenn ich etwas Spezielles entwickeln will, sehe ich sofort, wer mir helfen kann. Genau durch dieses Zusammenarbeiten und Zusammentragen von Ressourcen wird eine neue Größe geschafft und es entstehen Innovationen.

Warum setzen Sie sich so stark für die Automatisierungstechnik ein?

Schauen Sie, vor 30 Jahren war die Automatisierungstechnik in der Steiermark fast noch nicht existent. Ich war schon damals ein großer Verfechter von Netzwerken und Teamarbeit und habe immer in Kooperationen gedacht. Durch die unterschiedlichen Herangehensweisen entstehen Synergien und Innovationen. Heute ist die Steiermark österreichweit die Nummer zwei in der Automatisierungstechnik.

Sie wurden damals für Ihre Initiativen nicht nur gelobt.

Das stimmt! Oft kam der Vorwurf, der Ritter sei der Steigbügelhalter für den Mitbewerb. Das stimmte aber nicht, weil jeder von uns seinen Platz hatte und wir miteinander gewachsen sind. Und eines möchte ich hier betonen: Unser Mitbewerb liegt nicht in Europa. Sondern es sind asiatische Länder, die zu ganz anderen Bedingungen produzieren können. Für uns ist es wichtig, gemeinsam aufzutreten, weil Österreich an sich schon klein ist.

Sie haben im Gespräch Anreize wie Förderungen angesprochen. Macht die Politik hier zu wenig?

Die Investitionsprämie in der Höhe von 7 bzw. 14 Prozent ist wichtig, hätte aber schon früher kommen sollen. Jahrelang wurde der Aufbau von Eigenkapital nicht unterstützt - das fällt uns jetzt auf den Kopf. Einige Unternehmen hoffen aktuell, dass Stundungen in verlorene Zuschüsse umgewandelt werden. Das wird aber nicht kommen.

Vielen Dank für das Gespräch!

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13.01.21

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Vergütung für den Verdienstentgang gemäß § 32 Epidemiegesetz

Wir haben für Sie Information zur Handhabung der Vergütung für den Verdienstentgang gemäß § 32 EpidemieG in der Personalverrechnung.

Kurzzusammenfassung

Vergütungen für den Verdienstentgang an Arbeitnehmer gemäß § 32 Abs 3 EpidemieG haben ihre Wurzel unzweifelhaft im Dienstverhältnis und stellen daher lohnsteuerpflichtige Einkünfte aus nichtselbständiger Arbeit gemäß § 25 Abs.1 Z 1 lit. a EStG dar. Aus steuerlicher Sicht bewirkt § 32 EpidemieG eine Verkürzung des Zahlungsweges. Vergütungen von dritter Seite erhöhen laut LStR 2002 Rz 1194a jedoch nicht das Jahressechstel (und auch nicht das Kontrollsechstel), weil kein Arbeitslohn vom Arbeitgeber vorliegt. Hinsichtlich der Lohnnebenkosten hat das VwGH-Erkenntnis vom 29.3.1984 (GZ 84/08/0043) klargestellt, dass aufgrund des Entschädigungscharakters derartiger Zahlungen kein „Arbeitslohn“ iSd § 41 Abs 3 FLAG vorliegt, weshalb weder DB-Pflicht (und auch keine DZ-Pflicht), noch Kommunalsteuerpflicht gegeben ist. Weitere Details sowie eine Zusammenfassung der Behandlung des Verdienstentganges bei sämtlichen Lohnnebenkosten entnehmen Sie bitte der Anlage.

Für bereits im Jahr 2020 zugeflossene Vergütungen kann nur noch bis Ende Jänner 2021 eine Rollung vorgenommen werden, weshalb ersucht wird, die beigeschlossene Information möglichst rasch an die Mitgliedsbetriebe zu übermitteln.

Weitere Informationen finden Sie hier.

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12.01.21

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Einreise nach Österreich

Elektronische Registrierungspflicht (Pre-Travel-Clearance) ab 15. Jänner 2021

Soeben wurde die angekündigte Novelle zur EinreiseVO (nunmehr BGBl. II Nr. 445/2020 idF 15/2021) kundgemacht, mit der ein Pre-Travel-Clearance System eingeführt und die Anlage A überarbeitet wird (daneben auch einige legistische Korrekturen). Die bisherigen Bestimmungen der EinreiseVO bleiben sonst unverändert!
 
Die wesentlichen Inhalte der Novelle (inkl. Interpretationen des BMSGPK) sind:
Alle Personen müssen sich grundsätzlich nunmehr vor der Einreise nach Österreich elektronisch (online) registrieren, außer sie fallen unter bestimmte Ausnahmen (siehe dazu unten). Dabei sind folgende Daten bekanntzugeben:

  1. Vor- und Nachname,
  2. Geburtsdatum,
  3. Wohn- oder Aufenthaltsadresse (falls davon abweichend Ort der Quarantäne),
  4. Datum der Einreise,
  5. etwaiges Datum der Ausreise,
  6. Abreisestaat oder -gebiet
  7. Aufenthalt während der letzten zehn Tage vor der Einreise,
  8. Kontaktdaten (Telefonnummer, E-Mail-Adresse),
  9. Vorliegen eines ärztlichen Zeugnisses (Anm: über einen negativen COVID-PCR-Test oder negativen COVID-Antigen-Test; die Probenahme darf zum Zeitpunkt der Einreise max. 72 h alt sein –-siehe Vorlagen deutsch/englisch).

Die Online Registrierung kann in Deutsch oder Englisch durchgeführt werden und erfolgt über diese beiden Links in DE oder EN (zum Zeitpunkt noch nicht aktiv).
 
Ausnahmsweise können anstelle der Online Registrierung weiterhin die neuen Formulare E oder F ausgefüllt werden; diese wurden aktualisiert.
 
Die Anlage A (= sichere Staaten) wurde auch adaptiert: Irland und Uruguay finden sich nicht mehr auf der Liste; dafür sind aber nunmehr Griechenland und Singapur darauf, d.h. Personen, die in den letzten 10 Tagen nur dort oder in einem der anderen Länder der Anlage A oder in Ö aufhältig waren, können dann test- und quarantänefrei nach Ö einreisen.
 
Folgende praxisnahen Klarstellungen zum Pre-Travel-Clearance System von der Website des BMSGPK (FAQ):

  • Wer muss sich NICHT online registrieren oder NICHT die Formulare E oder F ausfüllen?
  • Alle Personen, welche unter eine der Ausnahmen der §§ 7 und 8 der EinreiseVO einreisen (da für diese Personen die VO insgesamt nicht gilt), d.h. bspw. alle regelmäßigen Pendler (berufliche oder familiäre Zwecke – zur Erinnerung: mind. monatlich), Personen im Güter- und Personenverkehr, Transitpassagiere.

Aufgrund mehrerer Anfragen: Personenbetreuer und Geschäftsreisende fallen NICHT unter diese Ausnahmen, müssen sich also registrieren oder Formulare ausfüllen. Ebenfalls registrieren müssen sich Personen, die aus einem Land der Anlage A kommen (außer sie fallen unter die Ausnahmen der §§ 7 und 8), sowie Kinder und Jugendliche.

  • Die Registrierungsbestätigung steht nach der Online-Registrierung als Download zur Verfügung (inkl. QR-Code) und wird ebenfalls per Email an die bekanntgegebene E-Mail-Adresse versandt.  
  • Die Registrierungsbestätigung ist auf Verlangen der Behörden vorzuweisen. Die Echtheit dieser Bestätigung kann über einen QR-Code überprüft werden.  
  • Die Registrierungsbestätigung ist sowohl in ausgedruckter als auch in digitaler Form gültig. Somit ist auch das Vorweisen des QR-Codes auf mobilen Endgeräten – etwa Smartphones – zulässig.

Alle diese Änderungen treten mit 15. Jänner 2021 in Kraft.

Für Rückfragen steht Ihnen das ICS Internationalisierungs­center Steiermark zur Verfügung.

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12.01.21

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328 „Packerl“ für das LKH Weiz

Mit 328 Packerl für das LKH Weiz bedankte sich das Softwareunternehmen evon aus St. Ruprecht an der Raab für den großartigen Einsatz.
Ein Jahr, in dem so vieles geschah, in dem so vieles anders war als sonst, in dem das Leben vieler Menschen ganz anders als gewohnt verlief, in dem es praktisch keine Adventzeit und keine Firmenweihnachtsfeiern gab, liegt hinter uns. Viele mussten in diesem Jahr Unvorstellbares leisten, das das übliche Maß der Anforderungen bei Weitem übersteigt.

Weihnachtsgruß für großartigen Einsatz

Enorme Belastungen müssen beispielsweise die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des LKH Weiz standhalten. Die großartigen Leistungen aller 328 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Landeskrankenhaus Weiz weiß das Softwareunternehmen evon aus St. Ruprecht sehr zu schätzen, weshalb sich das Geschäftsführertrio Andreas Leitner, Patrick Resch und Roman Ruthofer mit einem Weihnachtsgruß für den großartigen Einsatz in den herausfordernden Zeiten des abgelaufenen Jahres herzlichst bedankte.

Unter Einhaltung aller Hygienemaßnahmen fand die Übergabe vor Ort am Montag, 21. Dezember 2020 statt und stellvertretend für die Belegschaft nahmen die BRVorsitzende DGKP Tanja Hierzberger, die Pflegedirektorin Susanna Reisinger, MAS und der Betriebsdirektor Dipl. KH-BW DI Robert Graf-Stelzl die Geschenke entgegen.

Auf dem Foto von links nach rechts:
DGKP Tanja Hierzberger (Betriebsratsvorsitzende), Patrick Resch (Geschäftsführer evon), Susanna Reisinger, MAS (Pflegedirektion), Dipl. KH-BW DI Robert Graf-Stelzl (Betriebsdirektor), Andreas Leitner (Geschäftsführer evon), Roman Ruthofer (Geschäftsführer evon)

© Foto: evon

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11.01.21

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Brexit I: Detailanalyse Wirtschafts- und Steuerrecht

Das Vereinigte Königreich und die EU haben sich nach zehn Monaten Verhandlungen „last minute“ auf ein Abkommen geeinigt, das die künftigen Beziehungen ab 1. Jänner 2021 regeln wird. Mit dem Abkommen konnte aber jedenfalls in vielen Bereichen der worst case vermieden werden.

Der Entwurf des 1250 Seiten dicken Handels- und Kooperationsabkommens zwischen der EU und Großbritannien wurde veröffentlicht.

Nächste Schritte:

Nachdem die Verhandlungen erst kurz vor Ablauf des Übergangszeitraums abgeschlossen wurden und das Europäische Parlament nicht mehr vor Jahresende dem Abkommen zu-stimmen konnte, kommt es zu einer vorläufigen Anwendung des Abkommens bis zum 28. Februar 2021 auf Basis eines Ratsbeschlusses. Das britische Parlament hat dem Abkommen am 30. Dezember 2020 zugestimmt.

Der Entwurf des Handels- und Kooperationsabkommens besteht aus drei Hauptteilen

1. Freihandelsabkommen

• Handel von Waren und Dienstleistungen, Investitionen, Wettbewerb, staatliche Beihilfen, Steuertransparenz, Luft- und Straßenverkehr, Energie, Nachhaltigkeit, Fischerei, Daten-schutz, Koordinierung der Systeme der sozialen Sicherheit

• Nullzölle und Nullquoten

• Faire Wettbewerbsbedingungen: Hohes Schutzniveau in Bereichen Umweltschutz, Klima-wandel und Kohlenstoffpreisgestaltung, Sozial- und Arbeitnehmerrechte, Steuertranspa-renz und staatliche Beihilfen, solide und gleiche Wettbewerbsbedingungen inklusive Streitbeilegungsmechanismus plus Sanktionsmechanismus

• Rahmen für gemeinsame Bewirtschaftung der Fischbestände in den Gewässern der EU und des Vereinigten Königreichs: 5 ½ Jahre Übergangsphase mit -25% Fangquote für EU, ab 2021 jährliche Verhandlungen.

• Dauerhafte und nachhaltige Vernetzung in Bereichen Luft-, Straßen-, Schienen- und See-verkehr (aber nicht gleicher Marktzugang wie Binnenmarkt) inklusive gleiche Wettbe-werbsbedingungen

• Energie: neues Modell für den Handel und die Verbundfähigkeit mit Garantien für einen offenen und fairen Wettbewerb, einschließlich Sicherheitsstandards für Offshore-Anlagen, und für die Erzeugung erneuerbarer Energien.

• Koordinierung der Systeme der sozialen Sicherheit

• Teilnahme an EU-Programmen für 2021-2027 wie Horizon Europa (aber nicht Erasmus)

2. Sicherheitspartnerschaft

Neuer Rahmen für Strafverfolgung und justizielle Zusammenarbeit in Straf- und Zivilsachen

3. Horizontale Vereinbarungen:

Handhabung und Kontrolle des Abkommens und Einsetzung eines Gemeinsamen Partner-schaftsrats zur ordnungsgemäßen Anwendung des Abkommens. Dabei gibt es verbindliche Durchsetzungs- und Streitbeilegungsmechanismen. Beide Parteien können im Falle von Ver-stößen gegen das Abkommen sektorübergreifende Gegenmaßnahmen ergreifen. Dies gilt für alle Bereiche der Wirtschaftspartnerschaft.

Weiterführende Informationen:

BREXIT: Vorschriften im Straßengüter- und Straßenpersonenverkehr ab 1. Jänner 2021

Das Bundesministerium für Klima, Umwelt, Energie, Mobilität, Innovation und Technologie (BMK) hat eine Aussendung zum Handels- und Kooperationsabkommen zwischen der Europäischen Union und dem Vereinigten Königreich, in der die ab 1. Jänner 2021 geltenden neuen Vorschriften im Straßengüter- und Straßenpersonenverkehr dargestellt werden, veröffentlicht.

Es werden auch die in den Anhängen des Abkommens festgelegten Muster der entsprechenden Genehmigungen, Lizenzen und Fahrtenblätter übermittelt.

Weiterführende Informationen sind auch auf der Webseite wko.at/brexit zu finden.

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11.01.21

Nikolaus Szlavik (l.) und Andreas Stugger freuen sich über die Neuaufträge am Ende eines herausfordernden Jahres. © PIA Automation

PIA Automation Austria: Einsatz wird mit Neuaufträgen im mittleren zweistelligen Millionen-Euro-Bereich belohnt

PIA Automation entwickelt und fertigt Montage- und Produktionsanlagen für Komponenten verbrennungsmotorischer, elektrischer und hybrider Antriebssysteme. Als Powertrain- und E-Mobility-Kompetenzzentrum der global agierenden PIA Gruppe, freut sich der österreichische Standort am Ende eines herausfordernden Jahres über den Eingang von Neuaufträgen mit einem Gesamtvolumen im mittleren zweistelligen Millionen-Euro-Bereich.

Die wirtschaftlichen Auswirkungen der Corona-Pandemie sind gerade am Automobilmarkt stark spürbar. Nikolaus Szlavik, Geschäftsführer von PIA Automation Austria, über die Situation der vergangenen Monate: „Bei der Vergabe von Neuaufträgen zeigten sowohl die großen Fahrzeughersteller als auch ihre Hauptlieferanten eine gewisse Zurückhaltung. In dieser Phase der Unsicherheit haben wir alles getan, um einerseits unsere Produktion am Laufen zu halten, und um andererseits alle Informationen für eine erfolgreiche Projektakquisition zu sammeln“. Dieser unermüdliche Einsatz wurde nun mit Neuaufträgen im Powertrain- und E-Mobility-Bereich belohnt.

Deutscher OEM ordert zwei Achsgetriebe-Produktionslinien

Die Partnerschaft zwischen dem deutschen Premium-Automobilhersteller und PIA Automation Austria reicht bereits viele Jahre zurück. Jüngstes Resultat dieser erfolgreichen Zusammenarbeit sind zwei Anlagen, die der OEM in Grambach bestellt hat. Es handelt sich dabei um zwei Montagelinien für Vorderachsgetriebe – mit folgender Besonderheit: Darauf werden im Minutentakt 15 verschiedene Getriebevarianten für beinahe alle Fahrzeugtypen der Hauptmarke des Kunden montiert. „Dieser Auftrag unterstreicht unsere Position am Markt und spricht für die hervorragende Performance unserer Produktionsanlagen sowie Zufriedenheit unserer Kunden“, berichtet Andreas Stugger, Head of Sales & Customer Service bei PIA Automation Austria. „Wie unsere Kunden den Antriebsstrang, haben auch wir unsere Technologien und Prozesse in den letzten drei Jahrzehnten weiterentwickelt, um den wachsenden Anforderungen der Branche gerecht zu werden“.

Tier-1 Automobilzulieferer bestellt Montageanlage für E-Getriebe

PIA Automation Austria freut sich auch über einen Auftrag im Zukunftsmarkt Elektromobilität. Kunde für eine Montageanlage für ein E-Getriebe ist einer der weltweit führenden Tier-1 Automobilzulieferer aus Nordamerika. „Elektromobilität ist ein Hoffnungs- und Zukunftsmarkt“, sagt Nikolaus Szlavik. „Wir sind daher stolz, dass PIA hier mit Know-how und Erfahrung in der Automatisierung von Komponenten elektrischer Antriebssysteme überzeugt und wir unseren Kunden dabei unterstützen, E-Mobilität Realität werden zu lassen“. Das PIA eine Schlüsselfunktion bei der Etablierung der E-Mobility einnimmt, zeigt folgendes: Das E-Getriebe des aktuellen Kunden wird mit dem E-Motor eines deutschen Automobilzulieferers komplettiert. Die Montageanlage für diesen Motor wird derzeit ebenfalls bei PIA Automation Austria fertiggestellt.

Die E-Revolution im Automobilbau hat einschneidende Konsequenzen für die Produktion: Die Variantenvielfalt und steigende Qualitätsanforderungen im Bereich des Antriebsstrangs werden durch die neu entstehenden Konzepte bei Elektro- und Hybridantrieben ständig erweitert. Dazu Nikolaus Szlavik: „Für die Herstellung von Komponenten der E-Mobilität haben wir bei PIA Konzepte von teilautomatisierten und flexibel verkettete Montagezellen entwickelt. Diese ergeben ein agiles und zukunftssicheres System, welches die Integration weiterer Einheiten vorbereitet und einen variablen Mitarbeitereinsatz ermöglicht“. Der Einsatz von selbst entwickelten autonomen mobilen Robotern (AMR) und smarten Industrie 4.0-Lösungen runden PIAs Produktportfolio ab.

Über PIA Automation Austria

PIA Automation Austria – Teil der global aufgestellten PIA Gruppe – ist ein international tätiges Unternehmen im Bereich Sondermaschinenbau und Automatisierungstechnik. Das Leistungsspektrum reicht vom manuellen Montagearbeitsplatz über vollautomatische Fertigungslinien mit Präzisionsmesstechnik bis hin zu smarten I4.0-Lösungen.

1998 wurde der erste Powertrain-Auftrag abgeschlossen. Dieses Projekt – und der Einstieg in die E-Mobilität 10 Jahre später – war der Startschuss für eine bemerkenswerte Entwicklung. Heute zählt PIA Automation Austria zu den Marktführern bei der Herstellung von Produktionssystemen für Antriebsstrangkomponenten wie Motoren und Getriebe. Daher ist der österreichische Standort mit seinen rund 400 Mitarbeitern das globale Powertrain-Kompetenzzentrum der PIA Gruppe.

Auf unseren ressourcenschonenden und energiesparenden Anlagen werden Bestandteile verbrennungsmotorischer als auch elektrischer und hybrider Antriebssysteme produziert. Wir sehen uns somit als essenziellen Weichensteller für eine saubere und sichere Mobilität von Morgen.

© Bild: PIA Automation

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14.12.20

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Die Industrie „Lehrstellenkampagne 2021“ startet!

Die Entwicklungen der letzten Monate haben gezeigt, dass sich der Zeitpunkt der Berufswahl bei jungen Menschen nicht mehr an einem bestimmten Monat festmachen lässt. Dementsprechend ist es essentiell, die Attraktivität der Lehrstellen in der Industrie ganzjährig bewusst zu machen und zu kommunizieren.

Daher haben wir uns entschlossen, die traditionelle Lehrstellenkampagne der Initiative „Die Industrie“ im Jahr 2021 in modifizierter Form durchzuführen. 

Unverändert bleibt,

  • dass es sich bei der Platzierung Ihrer Lehrstellen um ein kostenloses Service von „Die Industrie“ handelt. Wie gewohnt sammeln wir Lehrstellen in der Industrie und sorgen für eine umfangreiche mediale Platzierung.
  • dass das Thema der Industrielehre in der Kleinen Zeitung umfassend präsentiert werden wird.
  • dass der Auftakt der Serie für Ende Jänner geplant ist.

Neu ist,

  • dass die Lehrstellen ab sofort das ganze Jahr ausgespielt werden und für interessierte Jugendliche, Eltern und PädagogInnen abrufbar sind.
  • dass das Lehrstellenangebot direkt auf „dieindustrie.at“, „kleinezeitung.at“ und „lehrberuf.Info“ platziert wird. Ein von uns gehosteter, zentral verwalteter XML-Feed sorgt für tägliche Aktualität und Übersicht.
  • dass die Kommunikation mit einer starken Online-Präsenz in den bei unserer Zielgruppe gängigen Social Mediakanälen verstärkt wird.  

Was gilt es Ihrerseits zu tun?

Wir dürfen Sie in gewohnter Weise herzlich dazu einladen, uns Ihre Lehrstellen unter folgendem Link zu nennen:

www.dieindustrie.at/formular-offene-lehrstellen/

Sie erhalten in Zukunft über das ganze Jahr die Möglichkeit, Ihr Angebot eigenständig zu verwalten: Nachdem Ihre Stellen über das übermittelte Formular eingemeldet wurden und schließlich korrekt online gegangen sind, erhalten Sie von „Die Industrie“ einen User Account.

Über diesen Account können Sie Ihre Stellen ganzjährig aktuell halten und im Falle einer erfolgreichen Besetzung, von der Plattform nehmen.

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14.12.20

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Kompetenzatlas: Idee mit großem Potenzial

Udo Traussnigg ist wissenschaftlicher Leiter des Projekts „Kompetenzatlas“ und er gilt als Vater einer Idee, die das strukturierte Erheben und Darstellen von über 2.600 Kompetenzen ermöglichte. Auf Basis einer gut durchdachten Umsetzung macht der neue Kompetenzatlas, liebevoll auch als „Partner-Vermittlung“ bezeichnet, das Suchen und Finden von Kooperationspartnern in der Automatisierungstechnik in der Steiermark zu einem Kinderspiel. Udo Traussnigg hat uns in einem Interview verraten, dass er bereits sehr lange Zeit mit dieser Idee schwanger war - eine Idee, die für sehr viele Unternehmen und Bildungsinstitutionen ein hilfreiches Werkzeug sein kann und so zum Erfolg der gesamten Branche maßgeblich beitragen kann.

Sehr geehrter Herr Dr. Udo Traussnigg, können Sie uns etwas zur Geburtsstunde des Kompetenzatlas erzählen? Was war die Idee dahinter?

Traussnigg: Ich war schon längere Zeit schwanger mit einer Idee, die einerseits zum Ziel haben sollte, Kompetenzen zu erheben und darzustellen und andererseits das Suchen und Finden von passenden Kooperationspartnern in der Automatisierungstechnik zu erleichtern. Im Frühjahr 2019 haben wir begonnen, die insgesamt über 2.600 Kompetenzen in Zusammenarbeit mit heimischen Unternehmen und wissenschaftlichen Kollegen strukturiert zusammenzufassen. Ausgehend von einem Grundraster kann man sich das so wie ein Mind-Map oder einen Baum vorstellen, der in Astform in die Tiefe geht – wenn eine Kompetenz bei einem Unternehmen nicht ausgeprägt ist, fallen die darunter liegenden zugeordneten Kompetenzen bzw. Äste auch weg.

Wie kamen Sie zu diesen 2.600 Kompetenzen und wie kann sich ein Laie die Herangehensweise vorstellen?

Traussnigg: Wir haben die Unternehmen nicht einfach gefragt, was sie besonders gut können, sondern wir sind mit einem vorbereiteten Kompetenzen-Grundraster zu den Unternehmen hingegangen und haben in einem zweistündigen Interview eruiert, welche Kompetenzen in den Unternehmen wie ausgeprägt vorhanden sind. Dadurch wurde das Problem, dass jedes Unternehmen ein eigenes Wording hat, ausgemerzt und die erhobenen Daten wurden so vergleichbar. Sehr viel Vorarbeit, das Einholen von unterschiedlichen Meinungen und das Zusammentragen von Know-how aus verschiedenen wissenschaftlichen Disziplinen haben all das möglich gemacht. Jeder von uns hat ja nur bestimmte Dinge im Kopf – erst gemeinsam können wir großartige Dinge entstehen lassen.

Für wen wurde der Kompetenzatlas entwickelt?

Traussnigg: Es werden verschiedene Gruppen von Menschen angesprochen. Die erste Ebene ist die offizielle und anonyme Seite für die Allgemeinheit. Jede und jeder Interessierte hat hier Zugriff. All jene sollen angesprochen werden, die auf der Suche nach Unternehmen mit bestimmten fachlichen Schwerpunkten sind, egal ob deren Produkte und Dienstleistungen interessieren oder ein Ferialpraktikum, ein Berufspraktikum, eine Abschlussarbeit ansteht. Die zweite, wesentlich detailliertere, Ebene ist nur mittels Logins erreichbar. Zugang haben alle Unternehmen, die bei den Erhebungen mitgewirkt haben. Sie haben die Möglichkeit ihre Kompetenzen anhand der grafischen Darstellungen mit anderen Unternehmen zu vergleichen. Betriebe können auf diesem Wege andere Unternehmen mit bestimmten Kompetenzen ausfindig machen. So können sich Unternehmen gegenseitig ergänzen und unterstützen. Und die dritte Ebene ist die wirtschafts- und bildungspolitische Ebene. Daten können technisch übereinandergelegt werden und wir sehen, welche Kompetenzen in Summe stark oder weniger stark ausgeprägt sind. Auch geographisch sieht man, wo welche Kompetenzen angesiedelt sind.

Was wünschen Sie sich für die Zukunft des Projektes?

Traussnigg: Über 100 teilnehmende Unternehmen sind mein Ziel. Derzeit haben sich bereits über 70 Unternehmen und Bildungseinrichtungen an der ersten Testphase, die im Sommer 2020 gestartet hat, beteiligt. Je mehr Unternehmen mitmachen, desto mehr Betriebe können erfolgreich damit arbeiten und desto mehr nachhaltige Maßnahmen können im Bildungsbereich und in der Politik umgesetzt werden. Ideen entwickeln sich und wir freuen uns über viele positive Rückmeldungen. Ein Unternehmer hat mir bei der Präsentation dieser Idee gesagt: „Genau so etwas hätte ich in meinem Unternehmen schon längst gebraucht.“ Auch der Forschungsrat zeigt Interesse an dieser Idee, die mit Sicherheit auch für andere Branchen interessant sein wird.

Herr Dr. Traussnigg, herzlichen Dank für diese spannenden Einblicke!

Nähere Details finden Sie unter: www.at-styria.at/kompetenzatlas

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Rückfragen:

FH-Prof. Dipl.-Ing. Dr. techn. Udo Traussnigg
Studiengangsleiter
CAMPUS 02
Fachhochschule der Wirtschaft GmbH
Studienrichtung Automatisierungstechnik
T +43 316 6002 728
E udo.traussnigg@campus02.at
W www.campus02.at

ACHTUNG: Q&A rund um den Kompetenzatlas

Wir möchten Sie zu einem Q&A rund um den Kompetenzatlas am 16. Dezember 2020 von 11:00 bis 12:00 Uhr einladen. Bei diesem beantworten wir gerne alle Ihre Fragen und Anliegen zu Funktionsweisen, Verbesserungen, Wünschen, etc. Wir freuen uns auf Ihre Anmeldung unter info@atstyria.at. Die Termineinladung, sowie die Zugangsdaten erhalten Sie von uns in Folge via E-Mail.

Weitere Infos zur Veranstaltung am 16. Dezember finden Sie hier.

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