14.04.21

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Maschinen- und Anlagenbau im Fokus & Global Innovation Summit 2021 #GIS2021

Die Veranstaltungsreihe "Maschinen- und Anlagenbau im Fokus" behandelt Themen, die speziell für Maschinen- und Anlagenbauer von Interesse sind. Dazu werden Referenten (Unternehmer und Wissenschafter) eingeladen, um Einblick in ihr Know-how zu geben und um über ihre Erfahrungen zu berichten. Die letzte Veranstaltung fand im Herbst 2019 in der Grünen Brauerei in Göss statt. Die Veranstaltungspartner AT STYRIA, FH CAMPUS02 und Steirische Wirtschaftsförderung SFG haben sich bewusst dazu entschieden, am bewährten Live-Format festzuhalten und hoffen, dass wir Sie im Herbst 2021 wieder zur 10. Ausgabe unserer Veranstaltungsreihe einladen dürfen!

In der Zwischenzeit freuen wir uns Sie bei unserer Session gemeinsam mit dem Silicon Alps Cluster beim Global Innovation Summit 2021 mit dem Titel - Enabling European Industrial Sovereignty - Technologies for Higher Resilience, Efficiency, and Trustworthiness - begrüßen zu dürfen.

Details zu unserer Session im Rahmen des Veranstaltungsschwerpunkts Digital Transformation:

Datum: 18.05.2021 von 16:00 bis 17:15 Uhr

Nach den Impulsvorträgen zu den Themen Smart Factory Technologien und RFID/Wireless laden wir Sie zu einer Podiumsdiskussion über die bergreifenden Aspekte ein. Podiumsgäste sind unter anderem Frau DI(FH) Sandra Slavinec von unserem Plattformmitglied charismaTEC OG und Herr Ing. Christian Knollmayr von unserem Plattformmitglied Magna Steyr Fahrzeugtechnik AG & Co KG.

Der Global Innovation Summit bietet Unternehmen, Innovatoren, Forschern und Finanzierungsexperten einen internationalen Treffpunkt, um sich zu vernetzen, Wissen auszutauschen und neue Geschäftsideen zu entwickeln. Die Schwerpunkte des #GIS2021 sind Green Transition, Digital Transformation sowie Post-COVID. Der Summit findet als Streaming Event statt. Eine Vor-Ort-Teilnahme wird aufgrund der aktuellen COVID-19-Situation leider nicht möglich sein.

Weitere Informationen zur Veranstaltung und zum Programm  finden Sie hier: www.gis2021.com

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13.04.21

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smartfactory@tugraz: Steiermarks Forschungs- und Lernfabrik startet den Vollbetrieb

Industrieroboter verschiedenster Hersteller, modernste Fertigungsmaschinen und Softwarelösungen für eine echte Datendurchgängigkeit zwischen bewusst heterogen gewählten Systemen für den gesamten Produkt-Lebenszyklus: Die Infrastruktur der Forschungs- und Lernfabrik der TU Graz umfasst viele Aspekte, die es für zukunftsweisende digitale Produktionskonzepte und -technologien benötigt. Die angestrebten Forschungsergebnisse sind branchenoffen und berücksichtigen insbesondere Klein- und Mittelbetriebe. Doch auch alle anderen interessierten Unternehmen haben die Möglichkeit, in dieser industriellen Umgebung nachhaltig neue und individuelle Lösungen für eine smarte Produktion zu entwickeln und zu testen. 

„Die komplette Infrastruktur wurde praktisch neu entwickelt, nur sehr wenig wurde aus dem Katalog gekauft“, bescheinigt Rudolf Pichler. Der Leiter der „smartfactory@tugraz“ hat das Projekt gemeinsam mit dem Vorstand des Instituts für Fertigungstechnik der TU Graz, Franz Haas, verantwortet und vorangetrieben. Mit April 2021 kann die nahezu vierjährige Aufbauphase beendet und der Vollbetrieb gestartet werden, manche Forschungsarbeiten in der Pilotfabrik liefen freilich schon wesentlich früher an.

Unterstützung durch heimische Politik, Wirtschaft und Industrie

Die Finanzierung in der Höhe von 4 Millionen Euro wurde aus Mitteln des BMK, der Wirtschaftskammer Steiermark, des Landes Steiermark und der Stadt Graz bestritten. Auch zahlreiche Industrieunternehmen unterstützten das Vorhaben finanziell und mit Personalstunden-Leistungen. Unter den zwanzig Projektpartnern, die in den Aufbau involviert waren, finden sich heimische Key Player wie Siemens, T-Systems, Magenta Telekom, proALPHA, B&R, Magna, Zoller, Tagnology oder das Know-Center (die vollständige Liste der Projektpartner finden Sie am Ende des Textes). Gemeinsam mit den TU Graz-Forschenden haben die Firmen bereits erste Vorfelduntersuchungen im smarten Reallabor betrieben: Mit Siemens und incubedIT wurde beispielsweise die dynamische Lokalisierung von Fertigungsstationen erfolgreich gezeigt, mit T-Systems ein Zonenmodell aufgebaut, das gegen unerlaubtes datentechnisches Eindringen schützt und mit proAlpha konnte erstmalig in Österreich die Datenintegration von Kundenwünschen bis an die Fertigungseinheiten durchgeschleust werden.

Kernthemen: Agilität und Datensicherheit

Zu den infrastrukturellen Highlights gehören zum einen mobile, autarke Arbeitsstationen, mit denen gezeigt wird, wie agile Produktionsprozesse physisch umgesetzt werden können. Über diese universellen Einheiten können rasch neue Produktionslinien aufgebaut werden, um für sich schnell ändernde Märkte in kurzen Reaktionszeiten neue Produkte zu fertigen. Um wettbewerbsfähig zu bleiben, wird das immer mehr zur Produktionsrealität. 

Zum anderen ist die 300 Quadratmeter große Fabrik mit einem campuseigenen 5G-Netz ausgestattet. Dieses ermöglicht schnelle, großvolumige Übertragungskapazitäten zwischen den vielen internetbasierten Anwendungen. Ein spezielles Software-Paket gewährleistet die Datensicherheit, indem Abweichungen von den sonst üblichen Datenströmen erkannt werden und ein Alarm ausgelöst wird.

Aus- und Weiterbildung in der Industrie 4.0

Die smartfactory@tugraz ist nicht nur ein Versuchslabor für Industrieunternehmen und KMU und deren industrielle Entwicklungen und innovative Ideen, sie wird auch für die Aus- und Weiterbildung genutzt.

Die Infrastruktur steht sowohl TU Graz-Studierenden diverser Studienrichtungen als auch außeruniversitären Bildungseinrichtungen mit fachspezifischen Schwerpunkten offen. Darüber hinaus ist die Lernfabrik Kooperationspartnerin des FFG-Qualifizierungsnetzes mit Schwerpunkt auf Industrie 4.0-relevante Qualifikationen und Bestandteil des Universitätslehrgangs „Leadership in Digital Transformation“, der ab Herbst 2021 erstmals an der TU Graz angeboten wird.

Didaktisch aufbereitete Showcases

Auch externen Gästen wie Schulklassen dient die smartfactory@tugraz als Showroom, der hilft, Fragen zu modernen Arbeitswelten zu beantworten. Die Digitalisierung im Fertigungs- und Montagebereich wird entlang der gesamten Wertschöpfungskette eines Achsgetriebemoduls für Industrieroboter gezeigt. „Mithilfe dieses Demonstrators können wir die Vorteile und Herausforderungen digitaler Fertigungsprozesse in unterschiedlichen Showcases präsentieren und den technischen Sachverhalt erlebbar machen“, so Pichler. Beispiele solcher Showcases sind etwa die herstellerunabhängige Programmierung und die damit verbundene Zusammenarbeit der „verschiedensprachigen“ Industrieroboter sowie die lokale, hochfrequente Datenverarbeitung mittels Edge Computing (anders als bei Cloud-Diensten müssen die Daten beim Edge Computing zur Verarbeitung nicht erst an einen Server weitergeleitet werden; sondern können lokal verarbeitet werden, Anm.).

Anhand dieser anschaulichen Beispiele kann die digitale Transformation in der Industrie wesentlich deutlicher und einprägsamer vermittelt werden als mit bisherigen Lehrmethoden. Auch Institutsvorstand Haas ist zuversichtlich, dass die Forschungs- und Lernfabrik der TU Graz Impulsgeber für viele Forschungs- und Entwicklungsvorhaben heimischer Betriebe ist und dem Fachkräftemangel langfristig entgegenwirkt.

Die smartfactory@tugraz ist dem Institut für Fertigungstechnik der TU Graz zugeordnet und basiert auf einer Initiative des Field of Expertise „Mobility and Production“, einem von fünf Stärkefeldern der TU Graz.

Anfragen zur Nutzung der Infrastruktur sowie zu Führungen durch die Fabrik direkt an: smartfactory@tugraz.at, +43 316 873 7671

Daten und Fakten:

  • 300 m2 Laborfläche (mit 5G-Signal, UWB und WLAN)
  • 3 CNC Werkzeugmaschinen (zur Produktion hochwertiger Metallbauteile)
  • 9 Roboter von 5 verschiedenen Herstellern (zur Beforschung der Zusammenarbeit „verschiedensprachiger“ Roboter)
  • 2 Shuttlesmobile Roboter, einer davon ausgestattet mit einem zusätzlichen Roboterarm
  • 1 Laserschmelzanlage (für den Metall-3D-Druck)
  • 1 Werkzeugvermessungsstation (zur Präzisionsfertigung)
  • 1 Koordinatenmessmaschine (zur Präzisionsvermessung von Bauteilen)
  • 3 Lesestationen für RFID Anwendungen (zur dynamischen Kennzeichnung)
  • 1 Metall 3D-Drucker (zur Herstellung solider Sondergeometrien)
  • 1 Lasermarkierstation (zur Kennzeichnung von Metall-Komponenten)

Aufbauzeit: August 2017 bis April 2021

Investitionsvolumen: vier Millionen Euro

Dargestellte Technologien:

  • Additive Fertigung (Selektives Laserschmelzen)
  • CNC Bearbeitung (Präzisionsfertigung u. Hybridanlagen)
  • Roboter-Collaboration (Mensch-Maschine u. Maschine-Maschine-Interaktion)
  • Informationstechnologie (RFID, OPC-UA, Edge Computing, Cloud Computing)
  • Integrierte Messtechnik
  • Datensicherheit
  • Arbeitssicherheit

Auch einige unserer Mitglieder sind Projektpartner:

incubed IT GmbH

Magna Steyr Fahrzeugtechnik AG & Co KG

Siemens AG

TCM

Institut für Fertigungstechnik

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17.03.21

Foto: WIET Windisch Elektro Technik GmbH

wiet investiert und sucht Mitarbeiter

Unser Mitglied, die Win­disch Elek­tro Tech­nik GmbH, investiert in neue Bü­ro­flä­chen und eine rund 1.000 Quadratmeter große Halle für den Ver­tei­ler­bau.

In der neuen Halle geht das Un­ter­neh­men auch einen gro­ßen Schritt in Rich­tung Di­gi­ta­li­sie­rung. Mit­hil­fe einer neuen Ma­schi­ne wird etwa die Fer­ti­gung di­gi­tal ab­ge­wi­ckelt.

Mat­thi­as Wes­se­lo­witsch, Ge­schäfts­lei­tung und Pro­ku­rist

wiet realisiert Projekte in über zwanzig Ländern für nationale und internationale Kunden. Der Windhund als Symbol für eine schnelle Auftragsabwicklung, eine flexible Denkweise und verlässliche Ansprechpartner sucht Verstärkung.

Mitarbeiter gesucht

Aktuell hat das Unternehmen 120 Mit­ar­bei­ter. 13 davon sind Lehr­lin­ge. Und die Windisch Elektro Technik GmbH sucht wei­te­re Mitarbeiter beispielsweise für die E-Pla­nung, Au­to­ma­ti­sie­rung und Elek­tro­tech­nik. Aus diesem Grund geht das Un­ter­neh­men aktiv auf Schu­len zu, um als international agierendes Unternehmen auch in der Region als attraktiver Arbeitgeber bekannter zu werden.

„Wir haben eine ei­ge­ne Lehr­lings­aka­de­mie ge­grün­det und für HTL-Ab­sol­ven­ten gibt es ein Trainee­pro­gramm.“

Sil­via Reindl, Ge­schäfts­lei­tung

Dem­nächst star­tet der erste technische weib­li­che Lehr­ling im Un­ter­neh­men und das soll erst der Anfang sein. Unser Plattformmitglied sucht aktiv Mit­ar­bei­ter und setzt auf eine Erhöhung des Frauenanteils.

Hier geht's zum Artikel in der Kleinen Zeitung

Zu unserem Plattformmitglied

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17.03.21

Foto: KNAPP AG

Innovation liegt in der Unternehmens-DNA

Getrieben vom Willen, immer neue Lösungen für immer neue Anforderungen von Produktion und Logistik zu entwickeln, folgen die Mitarbeiter der KNAPP AG dem Leitsatz "making complexity simple". Schon der Firmengründer Günter Knapp war ein Erfinder und Visionär. Innovation liegt also in der Unternehmens-DNA. Ziel ist es, einfache, effiziente, sichere und wirtschaftliche Technologien und Automatisierungslösungen für die gesamte Wertschöpfungskette zur Verfügung zu stellen.

Wir haben bei Franz Mathi, seit 2012 Chief Operations Officer der KNAPP AG, nachgefragt, wie sein Unternehmen die aktuellen Herausforderungen gemeistert hat.

Den Wirtschaftsstandort Steiermark betrachtend, was ist Ihr Erfolgsrezept für eine nachhaltige, die Krise überdauernde Wachstumsstrategie?

Franz Mathi: Hier gilt es, verschiedenste Faktoren im Fokus zu haben. Einerseits sind langfristige Kundenbeziehungen essentiell und absolut erstrebenswert, andererseits sind tiefgreifende Partnerschaften mit Unternehmen unterschiedlichster Branchen das Fundament für ein starkes Wachstum. Besonders wichtig ist es jedoch auch, geeignete Fachkräfte zu finden und für das Unternehmen zu gewinnen. Ca. 50 Prozent des Personalaufbaus wird in der Steiermark realisiert werden, der Rest in den Ländern, in denen die Leistungserbringung stattfindet.

Sie sind seit über 20 Jahren bei KNAPP und können nun auf eine der verheerendsten Krisen zurückblicken. Was haben Sie daraus gelernt?

Franz Mathi: Die deutlich verringerten Reisemöglichkeiten, auch bei beruflich veranlassten Reisen, waren eine große Herausforderung. Auch dass wir den Betrieb auf den Baustellen zur Gänze einstellen mussten. Wir haben nur unsere Produktion aufrecht erhalten. Das zeigt, dass das gesamte System nicht nur wirtschaftlich, sondern auch politisch extrem fragil ist und dass ein Virus dazu führt, dass kein wie auch immer gearteter Staat für die Bewältigung optimal aufgestellt ist. Man kann hier nur den Vergleich anstellen: Wer hat es gut gemacht, und wer hat es weniger gut gemacht?

Die Corona Krise als Chance der Innovation?

Franz Mathi: Der Lockdown war für uns verheerend, bei der Umsetzung und Einschätzung der Möglichkeiten haben wir uns darauf konzentriert, schnell und effektiv auf die Krise zu reagieren. Die Pandemie wirkt bei ein paar Trends beschleunigend - Stichwort E-Commerce. Wir sind breit aufgestellt und decken vom Gesundheitswesen über den Lebensmittelhandel und die Textillogistik alles ab. Auch diese breite, internationale Aufstellung hat uns in Bezug auf die Risikostreuung in der Krise sehr geholfen. Aber natürlich gehört auch das nötige Glück dazu, in so einer angespannten und herausfordernden Zeit wachsen zu dürfen!

Was hat Ihr Unternehmen stark gemacht?

Franz Mathi: Unsere zentrale Stärke ist unser Branchenfokus und unseren Kunden maßgeschneiderte Lösungen mit Mehrwert anbieten zu können. Auch haben wir frühzeitig verstanden, wie sich kommende Mastertrends auf unsere Kunden auswirken. Die Automatisierungstechnik ist ein solcher Mastertrend.

Wie sehen Sie die Zukunft der Automatisierungstechnik?

Franz Mathi: In Summe sehen wir bei der Zukunft der Automatisierungstechnik eine sehr positive Entwicklung. Wir stehen erst am Beginn einer Geschichte, die schon vor Jahrzehnten begonnen hat. Es ist extrem schwierig, in einem produzierenden Umfeld immer wiederkehrende Tätigkeiten attraktiv darzustellen. Die kreative Kompetenz einer Person wird hierbei viel zu wenig genutzt. Bildung ist eine der wichtigsten Güter in Europa, und wenn man von einem hohen Bildungsniveau ausgeht, werden verschieden Tätigkeiten unglaublich unattraktiv für gut ausgebildete Personen. Die Automatisierungstechnik hilft uns im privaten sowie im beruflichen Bereich unser Leben einfacher und besser zu gestalten und dem Menschen eine kreative Freiheit zu geben.

Vielen Dank für das Interview!

Franz Mathi, Chief Operations Officer der KNAPP AG

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01.03.21

© BERNHARD BERGMANN

Virtueller Wissensaustausch

Am 10. März 2021 geht die 10. Zukunftskonferenz der JOANNEUM RESEARCH über die Bildschirme. Im Vorjahr musste die Veranstaltung ganz kurzfristig abgesagt werden, heuer wird sie in einem vollkommen neuen Format virtuell stattfinden. Der Themenschwerpunkt dreht sich dieses Jahr um „Produktion“. Wir haben bei Univ.-Prof. DI Dr. Wolfgang Pribyl, MBA nachgefragt, was auf der Agenda steht.

Können Sie die Veranstaltung kurz beschreiben?

Wolfgang Pribyl: Die Zukunftskonferenz bietet unseren Kunden, Partnern und Stakeholdern nicht nur einen Überblick über das Forschungsportfolio des Unternehmens, sondern präsentiert auch unsere innovativen Lösungen, die wir mit unseren Kunden und Partnern weiterentwickeln und zur Marktreife bringen. Unter dem Motto „Produktion“ präsentieren wir auf unserer ersten virtuellen Zukunftskonferenz Forschungsleistungen, die Produktion zukunftsfähig machen. Auch in diesem Jahr wollen wir nicht darauf verzichten und unsere Forschungsleistungen vor den Vorhang holen. Dafür nutzen wir die neuen digitalen Möglichkeiten, um unsere Konferenz erlebnisorientiert weiterzuführen und einem noch breiteren Publikum zugänglich zu machen.

Was ist das Ziel dieser Veranstaltung?

Wolfgang Pribyl: Wir sind uns bewusst, dass der persönliche Kontakt nicht ersetzbar ist, aber wir sind auch zuversichtlich, dass viele unserer Kunden und Partner die Einladung zum virtuellen Wissensaustausch annehmen werden und wir zeigen können, dass wir ganz vorne dabei und nah an Wirtschaft und Industrie sind. Gerade jetzt ist es wichtig, mit unseren Partnern im Gespräch zu bleiben, gemeinsam neue Wege einzuschlagen und die Zukunft zu gestalten. 

Was ist Ihr persönliches Highlight der Veranstaltung?

Wolfgang Pribyl: Ich freue mich sehr über die Präsentationen unserer „besten Projekte“ durch unsere Forscherinnen und Forscher, die kurz und prägnant ihre Ideen auf den Punkt bringen. Diese Kurzvorträge spiegeln die enorme Bandbreite unserer Expertise wider. Und es begeistert mich, wenn sich Vertreterinnen und Vertreter aus Wissenschaft und Forschung sowie Wirtschaft und Industrie, Studierende, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter vernetzen und neue Ideen geboren werden.

Was wünschen Sie sich für die Besucherinnen und Besucher am 10. März 2021?

Wolfgang Pribyl: Ich wünsche mir, dass sich alle, die an der Konferenz teilnehmen, ein Stück neues Wissen aus der heimischen Forschung mitnehmen und auch Spaß an unserem neuen virtuellen Format mit Avataren haben.

#zuko – Wann ist die Veranstaltung für Sie ein besonderer Erfolg?

Wolfgang Pribyl: Wenn wir möglichst viele für Forschung begeistern können und es uns gelingt, mit unseren Kunden und Partnern viele neue innovative Ideen umzusetzen und neue Partner zu gewinnen.

Anmeldung und Informationen: https://zukunftskonferenz.joanneum.at/

Vielen Dank für das Interview

Univ.-Prof. DI Dr. Wolfgang Pribyl, MBA

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01.03.21

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Qualifizierungsnetze als Zukunftschance

„Trotz hohem technischen Standard unserer Labore und der hohen Kompetenz unserer Vortragenden wird dieses Fortbildungsformat alles andere als ein rein technokratisches sein. Den wichtigen Themen Veränderungsprozess, Co-Creation und dem vielfachen persönlichen Gedankenaustausch wird sehr viel Zeit und Raum gegeben werden.

Dipl.-Ing. Dr.techn. Rudolf Pichler, Graz University of Technology, Institute of Production Engineering

Der betriebliche Qualifizierungsbedarf in den Kernthemen Digitalisierung, Smart Factory und Cyber Security ist unbestritten. Diesbezügliche Weiterbildungsangebote sind vorhanden, jedoch zumeist nur sehr fachspezifisch, isoliert und fernab von wichtigen sozialen und netzwerkbasierten Dimensionen für eine erfolgsfähige Transformation.

Unterstützt von der Plattform Automatisierungstechnik sind die Qualifizierungsbedarfe der in diesem Konsortium teilnehmenden 22 Unternehmen (davon elf KMU) entsprechend vorangegangener Erhebungen folglich zu sieben Kernthemen spezifiziert worden. Insgesamt 125 Schulungsteilnehmer besuchen dabei jeweils durchschnittlich 115 Lehreinheiten. Die so erarbeiteten Qualifizierungsprofile sind jene der Generalisten, Spezialisten und Universalisten.

Bedarfsgerechtes Qualifizierungsprogramm

Die Motivation der drei wissenschaftlichen Organisationen TU Graz, FH CAMPUS 02 und Joanneum Research liegt darin, mittels ihrer fachlichen und didaktischen Kompetenzen unter Nutzung ihrer erstklassig ausgestatteten Labore ein bedarfsgerechtes Qualifizierungsprogramm für diese höchst diverse Aufgabenstellung anzubieten. Die Abdeckung der hohen thematischen und personellen Reichweite wird durch den Einsatz moderner digitaler Lehrformate ermöglicht.

„Die Qualifizierung von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern unabhängig der Unternehmensgröße im Bereich Innovation ist eine spannende und für die österreichische Wirtschaft wertvolle Aufgabe. Erst ein tieferes Verständnis über neue Technologien und Verfahren führt zu einem gelebten industriellen Fortschritt.“

Dipl.-Ing. Dr.techn. Mathias Brandstötter, JOANNEUM RESEARCH, Institut für Robotik und Mechatronik

Leistbare Kompetenzsteigerung

Die Motivation der teilnehmenden Unternehmen liegt in der umfassenden Kompetenzsteigerung über ein spezifisch abgestimmtes Programm zu leistbaren Kosten.

Lehrinhalte und Ziele

Als Projektziele sind die signifikante Höherqualifizierung der Teilnehmer in den Themenfeldern Smart Technologies, Robotics, IoT und digitale Kommunikation, Data Management, Safety & Security sowie soziale Aspekte der Transformation zu benennen. Die digitalisierte Auf- und Nachbereitung der Lehrinhalte soll einer Mehrfachnutzung über den Projektzeitraum hinaus für weitere Nutzer dienen. Das Miteinbeziehen von Laboreinheiten soll auch die Berührung mit realitätsnahen digitalisierten Arbeitswelten ermöglichen. Die angestrebte Kompetenzsteigerung zielt nicht nur auf den Einzelnen, sondern auf die Unternehmung als Ganzes und den Verbund der teilnehmenden Unternehmen ab. Die begleitende Erfolgsmessung wird anhand des „Digitalen Kompetenzmodells für Österreich“ vorgenommen.

„Unser Ziel ist, den Kompetenzaufbau in den Unternehmen zur Absicherung des Wirtschaftsstandortes und der internationalen Wettbewerbsfähigkeit zu unterstützen. Wir freuen uns auf die Kooperation mit den wissenschaftlichen Partnern und die Kollaboration mit den Unternehmenspartnern.“

FH-Prof. Dipl.-Ing. Dr.techn. Udo Traussnigg. CAMPUS 02 Fachhochschule der Wirtschaft

Zum Inhalt des Qualifizierungsprogramms

Inhaltlich fußt das Qualifizierungsprogramm auf fünf technologischen Säulen sowie zwei Säulen, die die Kompetenzerhöhung auch in den Dimensionen des Digital Production Eco-Systems und der Smart Decisions und Co-Creation ergänzt. Umfangreiche Rahmenveranstaltungen mit Austauschprogrammen, Feedbackrunden bis hin zur gemeinschaftlichen Use-Case-Entwicklung und Reflexion fördern von Anbeginn den Vernetzungsgedanken und eine hohe Kooperationsbereitschaft über bestehende Unternehmensgrenzen hinweg.

Ergebnis: Kompetenzsteigerung

Als geplante Ergebnisse gelten Schulungsteilnehmer, Unternehmen und ihre entstandenen Netzwerke, die nachweislich über eine markante Kompetenzsteigerung in die Lage versetzt worden sind, ihre individuellen und/oder unternehmensübergreifenden Digitalisierungsstrategien entwickeln und erfolgreich umsetzen zu können.

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25.01.21

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SELMOstudio automatisiert Automation – schneller und sicherer

Von Automatisierungsexperten wird erwartet, dass sie immer sicherere Lösungen in immer kürzerer Zeit entwickeln. SPS-Programme, ob zugekauft oder selbst entwickelt, sollten alle Anforderungen des Kunden effizient umsetzen. Dafür werden unterschiedliche Softwarelösungen am Ende des Engineerings individuell und manuell auf jeweils eine Maschine zugeschnitten. Obwohl Programmierer Höchstleistungen vollbringen, ist es kein Geheimnis, dass nur wenige Inbetriebnahmen sofort klappen. Schon kleine Kopierfehler im Code oder Irrtümer an den Engineering-Schnittstellen gefährden die Kundenzufriedenheit. Maschinen stehen still und am Ende muss häufig ein Software-Experte ran.

Die SELMO Technology GmbH aus der Steiermark löst diese Widersprüche auf – indem es mit der patentierten Technologie des „Sequence Logic Modelling“ und einer gemeinsamen digitalen Sprache Automatisierung „automatisiert“. Sie stellt die digitale Ablauflogik der Maschine an den Anfang des Engineerings, modelliert diese und generiert SPS Programm und HMI automatisch und fehlerfrei. Anders als andere Lösungen, macht SELMO jedes Bit in der Maschine digital sichtbar. Was vorneweg logisch definiert wird, führt die reale Maschine im Betrieb aus. Klingt simpel, ist aber nicht Stand der Technik. Bis jetzt.

SELMO Standard und Lizenz: eine digitale Sprache

Der Transfer der SELMO Technologie, der über die SELMO Technology GmbH und über Lizenznehmer erfolgt, baut auf einen universellen Standard, bei dem die eigentliche Maschine vorerst keine Rolle spielt. Der Standard wird vom Prozess der Maschine getrennt und dadurch auch die Logik von der Funktion. SELMO Maschinen funktionieren in jeder Branche nach demselben Prinzip:

• Jeder Signalzustand wird digital modelliert und abgebildet.
• Jedes Bit, jeder Datenpunkt wird immer überwacht und angezeigt.
• Die Schrittketten-Modelle sind hardware-unabhängig.
• Alle Prozesse werden über Standardcodes fehlerfrei und logisch generiert.
• Die Maschine kann an einem digitalen Zwilling getestet werden, bevor sie in Betrieb genommen wird.
• Die Maschine ist funktional stabil und leicht zu bedienen.
• Die Maschine zeigt immer, was sie gerade tut, was der nächste Schritt ist und im Falle eines Fehlers, was sie braucht.
• Neue Prozesse oder Retrofits können nahtlos und schnell integriert werden.
• Durchgängige Digitalisierung „von unten nach oben“ wird möglich.

SELMOstudio: Engineering-Boost

Das Tool, das diese Einfachheit in die Maschinen bringt, nennt sich SELMOstudio und kann seit Dezember 2020 kostenlos getestet werden. Lizenznehmer erhalten zusätzlichen Support und Schulungen – kurz und effizient. Denn SELMO ist schnell erlernbar. „Wir wollen die Entwicklung von Schrittketten schneller und einfacher machen“, so Co-Founder und technischer Entwicklungsleiter Christoph Wider: „SELMOstudio reduziert die Komplexität der SPS Programmierung auf das Wesentliche: Was soll die Maschine machen und wie soll es dargestellt werden? Hat der Programmierer die einfachen Grundsätze von SELMO verstanden, hat er mit der Applikation einen Engineering-Turbo in der Hand, der um ein Vielfaches schneller und sicherer ist als die herkömmliche, oft fehleranfällige individuelle Programmierung.“

Sechs gute Gründe für SELMOstudio

1. Einfaches Modellieren von Maschinenabläufen

Prozess- und Maschinenabläufe in grafischer Form dienen meist als Basis für die Programmierung des Ablaufes. Die Beschreibung ist doppelt aufwändig: Zuerst graphisch-informell, um ein gemeinsames Verständnis für den Prozess zu schaffen und dann für die Realisierung formell im SPS Code. Mit SELMOstudio entsteht direkt aus der Ablaufbeschreibung SPS und HMI Code. Lediglich Sensorik und Aktorik sind im Gridlayer den einzelnen Schritten zuzuordnen. Dadurch verschwindet die Schnittstelle Prozessingenieur-Programmierer vollständig; der doppelte Aufwand fällt weg.  

2. Fehlerfreies Generieren von Software statt Troubleshooting
Unit- und Integrationstests werden konventionell durchgeführt, um Software auf Fehler zu prüfen. Standardmäßige Syntaxprüfungen erkennen viele manuell verursachte „Tippfehler“. Logische oder syntaktisch richtige Tippfehler jedoch müssen durch Unittests aufwändig gesucht werden. Um entstandene Abweichungen vom grafisch beschriebenen Ablauf zu finden, müssen diese nach jeder Softwareänderung neu gestartet werden. SELMOstudio übernimmt diesen Übersetzungsaufwand für den Programmierer und generiert syntaktisch richtige, fehlerfreie Software. Wie bei jeder anderen Programmier- oder Modelliermethode müssen die Prozessschritte vorab korrekt formuliert werden.

3. Benutzerfreundliche HMI aus einem Guss
SELMOstudio generiert aus dem Modell nicht nur den SPS-Code, sondern auch die HMI. Ein- und Ausgänge werden als Zonen modelliert. Programmierer können definieren, welche Zonen einen HMI Button für die Bedienung benötigen. Der modellierte Ablauf mit allen Schritten und Zonen wird direkt generiert und daraus die Diagnose abgeleitet. Der Bediener erhält ein einheitliches, anlagenunabhängiges Bedienkonzept. Für die Instandhaltung gibt es keinen Anlagenstillstand mehr ohne Fehlermeldung. Jede Schrittkette meldet den Fehler und zeigt an, was fehlt, um weiterzuschalten. So minimiert SELMOstudio Stillstandszeiten und maximiert die Anlagenverfügbarkeit. Im jüngsten SELMO Retrofit-Projekt etwa konnte der Durchsatz auf über 25 Prozent erhöht werden.

4. Immer gleiche Softwarestruktur
Um die Software wartbar zu machen, geben große Anlagenbetreiber Softwarestandards oder -strukturen vor. Diese Vorgaben müssen von Systemintegratoren aufwändig umgesetzt und konsequent eingehalten werden. Schließlich ist die Abnahme das Ziel. Die SPS Code-Generierung mit SELMOstudio hingegen automatisiert die Einhaltung des Standards: Der Code hat funktionsunabhängig immer die gleiche Struktur. Der SELMO Standard macht den Code leicht verständlich, da dieser immer gleich strukturiert ist – ob nun für eine Montagelinie oder eine Holzbearbeitungsmaschine.

5. Hardwareunabhängiges Softwaredesign nach IEC 61131-3
Jeder international liefernde Maschinenhersteller oder Systemintegrator kennt das Problem: Die gleiche Anlage muss für verschiedene Zielmärkte mit unterschiedlichen Steuerungen ausgeliefert werden. Für den Anlagenbetreiber macht es Sinn, dem Lieferanten die Steuerung vorzuschreiben, um die Komplexität unterschiedlichster Hardware im Werk zu vermeiden. Der Umkehrschluss aber lautet: Die Software muss für jede geforderte Steuerung neu geschrieben oder manuell adaptiert werden. SELMOstudio hingegen generiert den SPS Code nach IEC 61131-3. Programmierer können somit den Code in jeden Steuerungstyp, der diese internationale Norm erfüllt, importieren. Die Software-Adaptierungskosten entfallen zur Gänze.

6. Effizienz-Boost im Engineering

Die gängige, moderne System-Modellierung stößt mitunter auf Grenzen, weil Produktionssysteme immer komplexer werden. Viele Schnittstellen bieten viele potenzielle Fehlerquellen. Anders bei der SELMO Methode: Sie setzt direkt bei der Anforderungsbeschreibung an. Der Prozess steht im Fokus, dient als gemeinsame Sicht auf das System und ist gleichzeitig das Modell, aus dem die Anlagensoftware generiert wird. Weil Schnittstellen wegfallen, wird die Engineering-Zeit deutlich verkürzt und der Interpretationsspielraum minimiert. So führt SELMO zu einer immensen Effizienz- und Qualitätssteigerung.

Interessierte User können sich für das SELMOstudio registrieren, eine virtuelle 3D-Demo (mit Game4Automation) herunterladen und SELMO praktisch testen. Weitere Modelle und Tutorials sind in Planung. In der Release 1.00 läuft der generierte SELMO Code auf Beckhoff; die Integration in die Software-Plattform CODESYS steht kurz vor dem Durchbruch. An weiteren CODESYS-basierten PLCs wird gearbeitet. Weil Siemens den Import von PLCOpen nicht unterstützt, wird Siemens bei Nachfrage speziell integriert. SELMO strebt für seine Kunden und Lizenzpartner Plattform-Unabhängigkeit an und bevorzugt in einem ersten Schritt offene Systeme.

Mehr Informationen zu unserem Plattformmitglied finden Sie hier.

Download: download.selmo.at

Help-Center: helpcenter.selmo.at

Website: selmo.at

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22.01.21

bernhard_hammer

Vernetzung macht jeden Einzelnen stärker

Die equadrat engineering GmbH ist eine Ingenieur Manufaktur, die als Internationaler Generalplaner in den Bereichen Bau-, Umwelt-, Energie-, Gebäude- und Infrastrukturtechnik tätig ist. Das Unternehmen beschäftigt rund 25 Mitarbeiter und setzt den Fokus auf Energieautarkie und Ressourcenoptimierung. Wir haben bei Ing. Bernhard HAMMER, MBA, Eigentümer und geschäftsführender Gesellschafter, nachgefragt, wie es in seinem Unternehmen aktuell läuft.

Herr Hammer, wie geht es derzeit in Ihrer Branche?

Hammer: Der Planungsbranche geht es unterschiedlich. Das hängt auch von den Geschäftsfeldern der jeweiligen Ingenieurbüros ab. Wie ich aus den Gesprächen mit KollegenInnen erfahren habe – von ganz wenig Aufträgen bis hin zu – Vollausgelastet.

Wie geht es Ihrem Unternehmen?

Hammer: Wir sind gut ausgelastet. Natürlich hat sich das eine oder andere Projekt etwas verschoben. In der Industrie wurden teilweise Investitionen gestoppt. Ich gehe aber zuversichtlich in die Zukunft. Mein strategischer Job ist es nun auf geänderte Kundenbedürfnisse auch unsere Geschäftsmodelle und Leistungen anzupassen.

Sie engagieren sich auch für die Plattform AT STYRIA, woher kommt die Motivation?

Hammer: Mein langjähriges Engagement beruht auf einem einfachen Grundsatz: In der Vernetzung ist jeder Einzelne stärker. Die Plattform selbst zeigt sich hochmotiviert und engagiert. Darum bin ich nach wie vor gerne dabei.

Was erwarten Sie sich für das Jahr 2021?

Hammer: Für 2021 erwarte ich eine gewisse Marktbereinigung und natürlich auch spannende Ansätze, was wir aus der Krise gelernt haben. Wir werden viele Hausaufgaben in der Ausrichtung zu lösen haben. Kreativität wird gefragt sein.

Mehr Informationen zu unserem Plattformmitglied finden Sie hier.

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14.01.21

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Brexit II: Detailanalyse arbeits- und sozialpolitische Aspekte

Wesentliche Eckpunkte der sozialversicherungsrechtlichen Auswirkungen des Protokolls über die Koordinierung der sozialen Sicherheit

Grundsätzlich orientiert sich das Abkommen an den VO 883/2004 und VO 987/2009. Erfasst sind die Kranken-, Pensions- und Unfallversicherung, nicht aber Pflege- und Familienleistungen.

  • Keine wesentlichen Änderungen in Kranken-, Unfall- und Pensionsversicherung

Zusammenrechnung von Versicherungszeiten:

Wie schon bisher sieht das Abkommen vor, dass sämtliche Versicherungszeiten aus EU-Mitgliedsstaaten und aus dem Vereinigten Königreich für den Erwerb, die Aufrechterhaltung und das Wiederaufleben eines Leistungsanspruchs weiterhin zusammengerechnet werden.

Krankenversicherung:

Für grenzüberschreitende Leistungen bei Krankheit gelten die bisherigen Bestimmungen prinzipiell weiter. Leistungen bei Pflegebedürftigkeit sind hingegen nicht erfasst.

Eine Inanspruchnahme von Sachleistungen im Aufenthaltsstaat auf Kosten des zuständigen Trägers kommt damit im Wesentlichen weiterhin in Betracht bei:

  1. Wohnort in einem anderen als dem zuständigen Mitgliedsstaat
  2. Aufenthalt außerhalb des zuständigen Mitgliedsstaates (z.B. bei Urlauben) bei medizinischer Notwendigkeit
  3. bei geplanten Auslandskrankenbehandlungen mit Vorgenehmigung des zuständigen Trägers, d.h. wenn ein Auslandaufenthalt zu dem Zweck angetreten wird, dort eine Krankenbehandlung in Anspruch zu nehmen 

Unter bestimmten Voraussetzungen sind entsandte Arbeitnehmer weiter in ihrem ursprünglichen Heimatstaat versichert - siehe dazu weiter unten.

Pensionen:

Für Pensionisten, die britische Pensionen beziehen und ihren Wohnsitz in Österreich haben oder für Pensionisten, die eine österreichische Pension beziehen und den Wohnsitz im Vereinigten Königreich haben, ergibt sich ab 1.1.2021 keine Änderung. Die Leistungen werden weiterhin in den jeweils anderen Staat angewiesen.

Versicherungszeiten im jeweils anderen Staat werden berücksichtigt.

  • Anwendbares Recht bei grenzüberschreitenden Sachverhalten:

Grundregel „Beschäftigungslandprinzip“:

Personen, die eine selbstständige oder unselbstständige Erwerbstätigkeit ausüben, unterliegen weiterhin den Rechtsvorschriften nur eines Staates, und zwar grundsätzlich des Staates, in dem eine Beschäftigung oder selbstständige Erwerbstätigkeit ausgeübt wird.

Ausübung von Tätigkeiten in zwei oder mehr Staaten:

Bei der Ausübung von Tätigkeiten in zwei oder mehr Staaten kommt es wie bisher zunächst darauf an, ob ein wesentlicher Teil der Tätigkeit im Wohnstaat ausgeübt wird; dann sind dessen Rechtsvorschriften anzuwenden.

Wenn unselbstständig beschäftigte Personen im Wohnstaat keinen wesentlichen Teil ihrer Tätigkeit ausüben, ist grundsätzlich auf den Sitz des Unternehmens abzustellen.

Wenn Selbstständige keinen wesentlichen Teil ihrer Tätigkeit im Wohnstaat ausüben, kommen die Rechtsvorschriften des Staates, in dem sich der Mittelpunkt ihrer Tätigkeiten befindet, zur Anwendung.

  • Bei Entsendungen gilt
  • wenn diese vor dem 31.12.2020 begonnen haben und weiterhin andauern:

Laufende Entsendungen bestehen unverändert weiter. Dies gilt auch für Selbständige, die eine ähnliche Tätigkeit in einem anderen Staat ausüben, sofern die voraussichtliche Dauer dieser Tätigkeit 24 Monate nicht überschreitet.

Bereits ausgestellte A1-Dokumente sind bis zum Ende der Entsendung bzw. der maximalen Entsendedauer von 24 Monaten gültig.

  • wenn diese nach dem 31.12.2020 beginnen oder begonnen haben:

Entsandte Arbeitnehmer sind weiterhin im Heimatstaat sozialversichert, vorausgesetzt

  1. die Dauer der Auslandsbeschäftigung überschreitet nicht 24 Monate und
  2. der entsandte Mitarbeiter löst nicht einen anderen entsandten Mitarbeiter ab.

Auch ein Selbständiger, der eine ähnliche Tätigkeit in einem anderen Staat ausübt, unterliegt weiterhin den Rechtsvorschriften des Heimatstaates, sofern die voraussichtliche Dauer dieser Tätigkeit 24 Monate nicht überschreitet.

Neu ist, dass es jedem Mitgliedsstaat freisteht, ob er diese Entsendungsregelung (= Ausnahme vom Beschäftigungslandprinzip) anwenden will (opting-in). Österreich hat sich bereits für die Anwendung dieser Regelung entschieden.

Wir gehen davon aus, dass das A1 Formular weiterhin zu verwenden ist. Die Details dazu sind derzeit in Abklärung.

  • Nicht unter das Abkommen fallen insbesondere:

Beitragsunabhängige Geldleistungen (Ausgleichszulage nach ASVG, GSVG und BSVG), soziale und medizinische Fürsorge, Pflegeleistungen und Familienleistungen.

Änderungen im Bereich Aufenthalt & Arbeitsmarktzugang

Aufenthalt:

Bisher war britischen Staatsangehörigen eine visumfreie Einreise und ein zeitlich unbeschränkter Aufenthalt ohne erforderlichen Aufenthaltstitel möglich. Zudem hatten britische Staatsangehörige – wie auch alle anderen Unionsbürger - unbeschränkten Zugang zum österreichischen Arbeitsmarkt. Die Anerkennung von im Vereinigten Königreich erworbenen Berufsqualifikationen wurden bislang – zum Teil – erleichtert anerkannt.

Nach dem 1.1.2021 sieht das beschlossene Austrittsabkommen grundsätzlich für eine Einreise folgendes vor:

  • Britische Staatsangehörige können sich für maximal 90 Tage innerhalb von 6 Monaten visumfrei in Österreich aufhalten. Für längere Aufenthalte ist ein entsprechendes Visum bzw. Aufenthaltstitel erforderlich.
  • Britische Staatsangehörige, die in Österreich erwerbstätig werden möchten, benötigen nunmehr eine entsprechende Beschäftigungsbewilligung.

Das Austrittsabkommen bestimmt darüberhinausgehend spezielle Regelungen zum Aufenthalt und Arbeitsmarktzugang von kurzzeitig einreisenden Geschäftsreisenden, Geschäftsreisenden zu Niederlassungszwecken, Erbringern vertraglicher Dienstleistungen, Freiberuflern und unternehmensintern transferierten Personen.

Kurzzeitig einreisende Geschäftsreisende aus Großbritannien:

Für kurze Zeit einreisenden Geschäftsreisenden werden, während des 90-tägigen visumfreien Aufenthalts in Österreich, folgende Tätigkeiten unter teilweise sehr strengen Beschränkungen gestattet:

a) Sitzungen und Konsultationen

b) Forschung und Design: Außer für Tätigkeiten wissenschaftlicher und statistischer Forscher ist eine Beschäftigungsbewilligung inkl. Arbeitsmarktprüfung erforderlich.

c) Marktforschung: Es ist eine Beschäftigungsbewilligung inkl. Arbeitsmarktprüfung erforderlich. Für Forschungs- und Analysetätigkeiten von bis zu sieben Tagen je Monat oder bis zu 30 Tagen je Kalenderjahr wird auf eine Arbeitsmarktprüfung verzichtet. Ein Hochschulabschluss ist erforderlich.

d) Ausbildungsseminare

e) Messen und Ausstellungen: Eine Beschäftigungsbewilligung ist bei einer Dauer von mehr als 5 Tagen im Monat oder mehr als 30 Tage im Kalenderjahr einschließlich Arbeitsmarktprüfung erforderlich.

f) Verkauf

g) Einkauf

h) Kundendienst (einschließlich verkaufsnaher Dienstleistungen, wie z.B. Wartungsleistungen im Zusammenhang mit einem Verkauf)

i) Handelsgeschäfte: Eine Beschäftigungsbewilligung ist bei einer Dauer von mehr als 5 Tagen im Monat oder mehr als 30 Tage im Kalenderjahr einschließlich Arbeitsmarktprüfung erforderlich.

j) Beschäftigte im Fremdenverkehr

k) Übersetzen und Dolmetschen: Es ist eine Beschäftigungsbewilligung, einschließlich einer Arbeitsmarktprüfung erforderlich.

Kurzzeitigen Geschäftsreisenden aus den EU-Mitgliedsstaaten werden in der 90-tägigen, visumfreien Aufenthaltsdauer in Großbritannien folgende Tätigkeiten ohne Beschränkungen erlaubt:

a) Sitzungen und Konsultationen

b) Forschung und Design

c) Marktforschung

d) Ausbildungsseminare

e) Messen und Ausstellungen

f) Verkauf

g) Einkauf

h) Kundendienst (einschließlich verkaufsnaher Dienstleistungen, wie z.B. Wartungsleistungen im Zusammenhang mit einem Verkauf)

i) Handelsgeschäfte

j) Beschäftigte im Fremdenverkehr

k) Übersetzen und Dolmetschen

Nicht gestattet sind kurzzeitigen Geschäftsreisenden, sowohl aus dem Vereinigten Königreich im Unionsraum, wie auch europäischen Staatsangehörigen im Vereinigten Königreich:

Der Verkauf von Waren, Beziehen eines Gehalts im „Gaststaat“, Erbringung von Dienstleistungen (Achtung – es gibt hier auch Ausnahmen - siehe Dienstleistungsfreiheit)

Geschäftsreisende zu Niederlassungszwecke:

  • Als solche werden Führungskräfte eines britischen Unternehmens, die in Österreich (oder in einem anderen EU-Mitgliedsstaat) eine Tochtergesellschaft oder eine Zweigniederlassung ihres Unternehmens gründen wollen, bezeichnet.
  • Diese dürfen nur Tätigkeiten ausüben, die für die Gründung dieser Tochtergesellschaft/Zweigniederlassung erforderlich ist.
  • Zudem dürfen diese kein Entgelt in Österreich erhalten.
  • Für die Ausübung dieser Tätigkeiten für bis zu 90 Tagen innerhalb eines Zeitraums von sechs Monaten ist keine arbeitsmarktbehördliche Genehmigung erforderlich.

Erbringer vertraglicher Dienstleistungen („hochqualifizierte Schlüsselkräfte“):

  • Darunter fallen britische Staatsangehörige, die für ein britisches Unternehmen beschäftigt sind und eine vertragliche Dienstleistung an einen Endverbraucher in Österreich erbringen wollen.
  • Diese Mitarbeiter müssen zum Zeitpunkt der Antragstellung zumindest ein Jahr bei dem entsendenden Unternehmen beschäftigt gewesen sein.
  • Die entsandten Mitarbeiter müssen über eine mindestens dreijährige Berufserfahrung nach Erreichen der Volljährigkeit, einen Hochschulabschluss oder eine gleichwertige Qualifikation, wie auch eine allenfalls erforderliche Berufsqualifikation verfügen.
  • Die Mitarbeiter dürfen zudem kein Entgelt in Österreich erhalten.
  • Die entsandten Mitarbeiter dürfen sich für 6 Monate innerhalb eines Zeitraums von 12 Monaten bzw. für die Dauer des Vertrags in Österreich aufhalten, je nachdem, welcher Zeitraum kürzer ist.
  • Für den Aufenthalt benötigen diese Mitarbeiter ein entsprechendes Visum, welches sie bei der zuständigen österreichischen Vertretungsbehörde im Ausland zu beantragen haben.
  • Für ihre Beschäftigung benötigen diese Personen eine Entsende- oder Beschäftigungsbewilligung.
  • Keine Arbeitsmarktprüfung ist erforderlich bei z.B. gewissen Rechtsberater-, Steuerberater-, Rechnungsleger-, Buchhalterdienstleistungen oder Dienstleistungen von Reisebüros, Reiseveranstaltern oder Reiseleitern.

Freiberufler:

  • Dazu gehören britische Selbständige ohne Niederlassung in Österreich, die aber eine Dienstleistung in Österreich erbringen wollen.
  • Diese müssen zum Zeitpunkt der Antragstellung für die Einreise und den Aufenthalt eine sechsjährige Berufserfahrung in der betreffenden Tätigkeit, einen Hochschulabschluss oder eine gleichwertige Qualifikation und die allenfalls erforderliche Berufsqualifikation vorweisen können.
  • Freiberufler dürfen sich für max. 6 Monate innerhalb eines Zeitraums von 12 Monaten bzw. für die Vertragsdauer in Österreich aufhalten, je nachdem, welcher Zeitraum kürzer ist.
  • Es ist ein entsprechendes Visum für den Aufenthalt erforderlich, welches sie bei der zuständigen österreichischen Vertretungsbehörde im Ausland zu beantragen haben.

Unternehmensintern transferierte Personen:

  • Als solche sind britische Mitarbeiter eines Unternehmens anzusehen, die in eine österreichische Tochtergesellschaft/Zweigniederlassung/Hauptniederlassung ihres Unternehmens in Österreich versetzt werden.
  • Wenn Führungskräfte und Spezialisten versetzt werden, müssen diese vor ihrem Transfer mindestens ein Jahr als solche beschäftigt gewesen sein. Trainees müssen hingegen nur sechs Monate vor ihrem Transfer als solche beschäftigt gewesen sein. Zudem muss bei Letzteren das absolvierte Hochschulstudium in Verbindung mit der ausgeübten Tätigkeit stehen.
  • Führungskräfte und Spezialisten können sich für bis zu drei Jahre, Trainees für bis zu einem Jahr in Österreich aufhalten.
  • Für den Aufenthalt ist eine Aufenthaltsbewilligung für unternehmensintern transferierte Arbeitnehmer erforderlich.

Anerkennung von Berufsqualifikationen

Für Berufsqualifikationen, die im Vereinigten Königreich erworben wurden, gilt, dass Abschlüsse nicht mehr automatisch anerkannt werden. Britische Staatsangehörige müssen sich in den jeweiligen EU-Mitgliedsstaaten um eine entsprechende nationale Anerkennung bemühen.

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13.01.21

© WKO Steiermark

In der Krise Innovationen antreiben

Dass die aktuelle Lage den heimischen Betrieben zusetzt, ist kein Geheimnis. Herbert Ritter, Vizepräsident der WKO Steiermark und Vorsitzender der Plattform Automatisierungstechnik Steiermark, analysiert im Interview die aktuellen Entwicklungen. Und er verrät, warum er gerade jetzt Kooperationen empfiehlt und wie der Kompetenzatlas dabei hilft.

Herr Ritter, als Vizepräsident der WKO Steiermark sind Sie in ständigem Kontakt mit den Unternehmen - machen Sie sich Sorgen um die Automatisierungstechnik in unserem Land?

Die aktuelle Lage ist - wie übrigens in der gesamte Industrie - sehr unterschiedlich. Gewisse Bereiche wie die Logistik sind sehr gut ausgelastet, andere wiederum weniger.

An wen denken Sie hier besonders?

Gerade Sublieferanten sind besonders betroffen, weil die größeren Betriebe aktuell danach trachten, zuerst die eigene Auslastung wieder zu gewährleisten. Erst bei Vollbetrieb wird ausgelagert. Und auch der Automotivebereich hat es jetzt ganz schwer - das hat auch mit der aktuellen Diskussion rund um Elektromobilität zu tun.

Wie meinen Sie das?

Im Automativebereich wird zu 97 Prozent über Elektromobilität diskutiert, tatsächlich sind derzeit aber nur 2,5 bis 3 Prozent aller Autos auf der Straße Elektro- oder Hyprid-Fahrzeuge. Die Unsicherheit ist also sehr groß.

Sehen Sie Licht am Ende des Tunnels?

Ja natürlich, ich sehe positiv in die nahe Zukunft. Ab April oder Mai wird sich die Situation bei uns schon bessern, weil das Infektionsrisiko sinkt. Und dann wird auch das Geld, das die Leute bislang nicht ausgeben konnten, wieder auf den Markt kommen.

Was raten Sie Unternehmern jetzt?

Wenn es in Ihrem Betrieb ruhiger ist, nutzen Sie das als Chance, um nachhaltige Entwicklungen voranzutreiben. Ich engagiere mich gerade ganz stark dafür, dass es dazu umso schneller Anreize in Form von Förderungen gibt. Mein Appell also: Holen Sie Ihre bislang nicht umgesetzten Ideen aus den Schubläden und entwickeln Sie jetzt Lösungen, die das Leben in Zukunft einfacher und effizienter machen. Am besten funktioniert das mit Partnern in der Nähe.

Hier wurde mit dem Kompetenzatlas ein entsprechendes Hilfsinstrument entwickelt.

Ich bin sehr froh, dass dieser Know-how- Überblick entstanden ist. Der Kompetenzatlas zeigt, wo unsere Stärken sind und wo wir Handlungsbedarf haben. Wenn ich etwas Spezielles entwickeln will, sehe ich sofort, wer mir helfen kann. Genau durch dieses Zusammenarbeiten und Zusammentragen von Ressourcen wird eine neue Größe geschafft und es entstehen Innovationen.

Warum setzen Sie sich so stark für die Automatisierungstechnik ein?

Schauen Sie, vor 30 Jahren war die Automatisierungstechnik in der Steiermark fast noch nicht existent. Ich war schon damals ein großer Verfechter von Netzwerken und Teamarbeit und habe immer in Kooperationen gedacht. Durch die unterschiedlichen Herangehensweisen entstehen Synergien und Innovationen. Heute ist die Steiermark österreichweit die Nummer zwei in der Automatisierungstechnik.

Sie wurden damals für Ihre Initiativen nicht nur gelobt.

Das stimmt! Oft kam der Vorwurf, der Ritter sei der Steigbügelhalter für den Mitbewerb. Das stimmte aber nicht, weil jeder von uns seinen Platz hatte und wir miteinander gewachsen sind. Und eines möchte ich hier betonen: Unser Mitbewerb liegt nicht in Europa. Sondern es sind asiatische Länder, die zu ganz anderen Bedingungen produzieren können. Für uns ist es wichtig, gemeinsam aufzutreten, weil Österreich an sich schon klein ist.

Sie haben im Gespräch Anreize wie Förderungen angesprochen. Macht die Politik hier zu wenig?

Die Investitionsprämie in der Höhe von 7 bzw. 14 Prozent ist wichtig, hätte aber schon früher kommen sollen. Jahrelang wurde der Aufbau von Eigenkapital nicht unterstützt - das fällt uns jetzt auf den Kopf. Einige Unternehmen hoffen aktuell, dass Stundungen in verlorene Zuschüsse umgewandelt werden. Das wird aber nicht kommen.

Vielen Dank für das Gespräch!

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